Klosterneuburg

Erstellt am 13. April 2017, 05:57

von Christoph Hornstein

Umstrittener Sendemast: „Nicht im Wohnzimmer“. Vor den Häusern der Anrainer in der Rolandsberggasse soll ein Sendemast gebaut werden. Das schmeckt den Anrainer nicht. Sie bieten ihre Hilfe an, Alternativen zu suchen.

Anrainer der Rolandsberggasse machen nun Alternativvorschläge um den Sendemast vor ihrer Nase zu entkommnen.  |  NOEN, shutterstock

Seit Jahren kämpfen Anrainer gegen ein Handymast-Projekt in der Rolandsberggasse. Eine Unterschriftenliste mit 200 Unterzeichnenden bestätigt dieses Engagement. Trotzdem wurde am Standort festgehalten. Jetzt schlagen die Anrainer Alternativstandorte vor, suchen dabei aber die Stadtgemeinde als Verbündeten: „Die Gemeinde soll uns helfen, andere Baugründe zu finden, denn die gibt es.“

Aus vielen Gründe erscheint die Lage des Handymasts in der Rolandsberggasse für die Anrainer nicht geeignet. Er würde mitten in der Siedlung stehen, die Bodenbeschaffenheit soll für einen 24 Meter-Mast nicht geeignet sein und man müsste für den Bau eigens eine Zufahrtsstraße bauen. „Das alles kann sich doch nicht rechnen, bei einer Einnahme der Stadtgemeinde von 6.200 Euro jährlich“, argumentiert Anrainer Dariusz Winkler aus der Rolandsberggasse. Und weiter: „Das kann nicht im Sinn eines Bürgermeisters sein, Nachteile für Bürger für so wenig Einnahmen in Kauf zu nehmen.“

Suche nach Alternativstandorten

Schon seit 2014 wollen die Anrainer aber nicht nur dagegen sein, sondern bieten aktiv ihre Mithilfe, in dem Versuch einen geeigneteren Standort zu finden, an. „Wir sind alle selbst Handy-Benutzer und wissen, dass man dazu den geeigneten Sendemast braucht. Aber bitte nicht in unserem Wohnzimmer“, so Anrainer Helmut Hummel. Seriösen Untersuchungen zufolge, kann eine Strahlen-Dauerbelastung zu gesundheitlichen Schäden führen. Das müsse Grund genug sein, den Masten in ein Gebiet zu verlegen, das nicht bewohnt ist. Winkler: „Die Stadtgemeinde soll endlich wahrnehmen, dass die Lage des Sendemasts nicht gut ist.“ Außerdem würde der Bau eine massive Grundstücksentwertung bedeuten.

Konkret gäbe es als Anrainer-Vorschlag ein Grundstück mitten im Wald. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager weiß das: „Alternative Standort wurden von den Anrainer eingebracht. Wir haben auch schon mit dem Handybetreiber deswegen Kontakt aufgenommen. Wenn es möglich ist, wird die Stadtgemeinde einem alternativen Standort nicht im Wege stehen.“ Auch die Baubehörde will vermittelnd tätig sein.