Erstellt am 05. Mai 2016, 17:14

von Claudia Wagner

Schüler bändigen Brand. Dritt- und Viertklässler bemerkten, dass der Mistkübel vor der Schule qualmte. Mit einem Feuerlöscher konnten die Schüler die Flammen schließlich bezwingen.

 |  NOEN, LEMP

Die Gymnasiasten Maximilian Schmidt-Gentner und Thomas Neipp sind bei Schulaufführungen für die Technik zuständig. Aber nicht nur mit Licht und Ton kennen sich die jungen Klosterneuburger aus, sondern auch mit Brandschutz, wie sie vergangene Woche eindrucksvoll unter Beweis stellten. Denn nur durch ihr schnelles Handeln konnte ein Brand verhindert werden.

Freitagabend nach der Musicalaufführung: Die beiden 13- und 14-jährigen Schüler räumten die technischen Geräte weg. Im Augenwinkel beobachteten sie Erwachsene, die vor dem Schulgebäude rauchten. Plötzlich merkten der Dritt- und Viertklässler, dass der Mistkübel qualmte.

Zigarettenstummel im Mistkübel

„Ich habe eine Flasche Wasser geholt und versucht, dass Feuer zu löschen“, erzählt Thomas, der bei der Weidlinger Feuerwehrjugend ist. Die ersten Löschversuche blieben erfolglos, also holten die Burschen
einen Feuerlöscher aus dem Gebäude.

Gleichzeitig sahen sie, dass im Mistkübel neben Papier und Zigarettenstummeln auch Feuerzeuge lagen. Und die vifen Gymnasiasten wussten sofort, was zu tun war: Sie forderten ihre Mitschüler und die erwachsenen Besucher auf, möglichst weit vom qualmenden Mülleimer wegzugehen.

Maximilian und Thomas versuchten erneut, Herr über die Flammen zu werden – diesmal mit dem Schul-Feuerlöscher. „Es hat öfters wieder zu qualmen begonnen, dann war es aus“, erinnert sich Maximilian. Thomas hakt ein: „Wir haben gesehen, dass Mist auf der Zigarette gelegen ist, deswegen haben unsere Löschversuche anfangs nicht funktioniert.“

„Mit einem Feuerlöscher sollte man ja sowieso umgehen können.“ Feuerbändiger Maximilian Schmidt-Gentner ist bescheiden

Nachdem die Gefahr gebändigt war, riefen die Schüler den Administrator an, der auch bei der Feuerwehr ist. Gemeinsam stellte das Trio sicher, dass kein Brandherd mehr im Kübel vorhanden war.

Auf ihr ausgezeichnetes Verhalten angesprochen, antworten die Schüler bescheiden. „Mit einem Feuerlöscher sollte man ja sowieso umgehen können“, meint Max.

Direktor Robert Donner sieht hingegen sehr wohl, dass das Handeln seiner Schüler außergewöhnlich war, und ist stolz auf die beiden: „Es ist großartig, wie sie reagiert haben. Das ist nicht selbstverständlich.“