Klosterneuburg

Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:44

von Christoph Hornstein

Vandalismus: Hakenkreuz und Hitler-Bärtchen. FPÖ-Stadtrat Pitschko verdächtigt Schüler des Gymnasiums, FP-Wahlplakate zerstört zu haben, und macht Anzeige.

Bei der annullierten Stichwahl zum Bundespräsidenten wurden Plakate des FP-Kandidaten Norbert Hofer komplett zerstört.  |  zVg

Geschädigt fühlt sich die Klosterneuburger FPÖ, die jetzt mit einer Klage hart durchgreifen will. Und sie hat auch einen Verdächtigen: „Nach ersten Informationen besteht ein begründeter Verdacht, dass Schüler des Klosterneuburger Gymnasiums die Sachbeschädigungen an den FPÖ-Wahlplakaten begangen haben“, so die FPÖ in einer Presseaussendung.

Hakenkreuze und Hitlerbärtchen – das sind die Hauptmotive, mit denen Wahlplakate des FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer von scheinlustigen Übermalungskünstlern bedacht werden. Der FPÖ geht es aber offensichtlich nicht so sehr um die Übermalungen, sondern um die völlige Zerstörung der Plakate. Sie wittert dahinter „eine konzertierte Aktion“ von Gymnasiumschülern. FPÖ-Stadtrat Josef Pitschko: „Ich werde sicher nicht untätig zusehen, wenn an der größten Bildungseinrichtung Klosterneuburgs einige seltsame Lehrkräfte mit eigenartigen Unterrichtsmethoden das Heranwachsen linker Gesinnungsterroristen begünstigen.“

Verteidigt seine Schüler gegen den Vorwurf der Sachbeschädigung:Direktor Robert Donner.  |  NOEN, NÖN

„Dem kann ich entgegenhalten, dass das Gymnasium weltoffene, kritische und kompetente Schüler ausbildet, die sich mit den aktuellen politischen Themen auseinandersetzen, ohne dabei in irgendeine politische Richtung indoktriniert zu werden. Den Vorwurf einer konzertierten Aktion, die durch Mitarbeiter des Gymnasiums gesteuert wurde, weise ich auf das Schärfste zurück“, so der Direktor des Gymnasiums Robert Donner.

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