Erstellt am 03. Februar 2016, 05:18

von Christoph Hornstein

Strafzettel zu früh ausgestellt?. Um zwei Minuten Parkzeit überschritten. Parksünder glaubt, Organmandat wurde schon vor Ablauf der Parkzeit ausgestellt.

Amnestie: Keine Strafzettel für Tarifsünder an Adventsamstagen.  |  NOEN, zVg

Zwei Minuten überzogene Parkzeit genügten, um ein Strafmandat zu bekommen. Das erzählt jedenfalls der Klosterneuburger Arpad Harasztosi.

Am 29. Jänner parkte Arpad Harasztosi in der Kurzparkzone Stadtplatz/Kierlinger Straße 1 und hinterlegte in seinem Auto einen 15-Minuten-Kurzparkschein mit dem Eintrag 9.50 Uhr. Als Harasztosi nach den Besorgungen in Richtung seines geparkten Autos ging, sah er vor dem Auto ein Überwachungsorgan stehen.

„Da ich noch innerhalb der 15 Minuten Parkfrist war, nahm ich an, das Überwachungsorgan wäre mit dem vor mir parkenden Auto beschäftigt“, erzählt Harasztosi. Ohne weitere Hast wartete er daher das Grünlicht der Fußgängerampel ab, um die Straßenseite am Stadtplatz zu wechseln. Als Harasztosi bei seinem Auto eintraf, war es aber bereits zu spät. Auf der vom Organ ausgestellten Strafzettel stand „Tatzeit 9.50 bis 10.07 Uhr“.

Mindestmaß an Toleranz wird vermisst

„Das Ausstellen des Organmandats wurde noch vor Ablauf der 15-Minuten-Frist begonnen“, ist der Parksünder überzeugt und weist darauf hin, dass sich an seinem Handgelenk eine funkgestützte Armbanduhr befände. „Hier geht es um Anmaßung und Überschreitung der Befugnisse, ganz zu schweigen von einem Mindestmaß an zu erwartender Toleranz“, ärgert sich Harasztosi, „es kann nicht rechtens sein, die guten Sitten zu überschreiten.“

Bürgermeister Stefan Schmuckenschschlager verspricht die Angelegenheit zu prüfen, betont aber, dass man den Wachorganen keinen Vorwurf machen könne. Es gäbe keine Toleranzzeiten, das sei im Sinne einer Kurzparkzone.