Erstellt am 16. Oktober 2015, 05:17

von Christoph Hornstein

Streetwork bis 2017. Bis Dezember 2017 wird das Streetwork-Projekt in Klosterneuburg umgesetzt. Ein Projekt, das auch Kritiker hat.

Seit drei Jahren läuft das Streetworkprojekt nun in Klosterneuburg. Ein Projekt, das Familienstadträtin Maria Theresia Eder (r.) und Jugendgemeinderat Markus Presle (l.) - beide ÖVP - umgesetzt haben  |  NOEN, NÖN

Seit über drei Jahren arbeiten Streetworker auf Klosterneuburgs Straßen. Im Dezember 2014 wurde das Projekt in die Landesjugendwohlfahrt des Landes aufgenommen. Damit das Projekt in seiner vollen Laufzeit bis Dezember 2017 umgesetzt werden kann, ist eine vertragliche Zusammenarbeit mit Pro Juventute erforderlich. Nach Prüfung durch die Rechtsabteilung der Stadtgemeinde wurde die Vereinbarung mit Pro Juventute dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt. Daraus entwickelte sich eine heftige Debatte in der letzten Gemeinderatssitzung.

„Ich gehe auch gerne mit Ihnen hin. Dasmachen wir gemeinsam.“ Einladung von Gemeinderätin Katharina Danninger (VP) an Peter Hofbauer

„Ich habe immer gesagt, dass es sinnvoller wäre, den Betrag, den man für die Streetworker ausgibt, den Sportvereinen zu geben“, äußert sich Gemeinderat Peter Hofbauer (Liste Peter Hofbauer) kritisch zu den Streetworkern. Im Interesse der gleichen Zielsetzung, wie er betont. Auch äußerte Hofbauer den Wunsch, einmal dabei zu sein, wenn die Streetworker ihre Tätigkeit ausüben. „Mir fehlt bei dieser Ausgabe der Verwendungsnachweis“, so Hofbauer skeptisch.

FPÖ-Chef Josef Pitschko – immer schon ein Kritiker des Streetworkprojekts – erscheinen die Kosten des Projekts von 160.000 Euro überdurchschnittlich hoch. „Auch wenn die Stadtgemeinde nur 60.000 zahlt und das Land NÖ die restlichen 100.000 – das sind alles Steuergelder“, stellt Pitschko fest.

„Seit Jänner läuft das Projekt, und seit dieser Zeit gibt es 1.400 Kontakte, wobei 700 Neukontakte zu zählen waren“, ist Gemeinderätin Katharina Danninger (ÖVP) mit der Leistung der Streetworker hoch zufrieden.

Als erstes bei der Jugend sparen?

Jeder könne sich im Schiefergarten das Projekt anschauen. Und zu Gemeinderat Hofbauer: „Ich gehe auch gerne mit Ihnen hin. Das machen wir gemeinsam.“

FP-Stadtrat Pitschko gibt weiters zu bedenken, was passieren würde, wenn das Land NÖ die jährliche Subvention von 100.000 Euro nicht mehr zahlen würde. Darauf Gemeinderat Martin Zach von den Grünen: „Sicher, man kann nichts ausschließen, aber dass bei Geldknappheit als erstes bei der Jugendarbeit gespart wird, das kann ich mir dann doch nicht vorstellen.“

Dann erfolgte die Abstimmung über die Zusammenarbeit mit Pro Juventute: einstimmig angenommen. Bis 2017 sind die Streetworker in Klosterneuburg somit gesichert.