Erstellt am 26. Februar 2016, 04:59

von Christoph Hornstein

Streit um Schneeräumung: Bezahlt, aber wofür?. Für Schneeräumung haben Dominik und Waltraud Trat 2.000 Euro bezahlt. Die Firma kam nicht, das Geld nicht mehr zurück.

Das traditionelle Familienunternehmen von Waltraud und Dominik Trat ist wahrscheinlich um 2.000 Euro erleichtert worden. Ein Schneeräumeunternehmen aus Wien nahm das Geld und räumte nicht.  |  NOEN, zVg

Dominik und Waltraud Trat, bekannt durch ihr Traditionsgasthaus, befürchten, um 2.000 Euro erleichtert worden zu sein. Ein vertraglich zugesicherter Winterdienst wurde nie geleistet. Das Geld haben sie bis dato auch nicht zurückbekommen.

„Pegasus“ nennt sich die Firma, die Schneeräumung und Streuung von Gehsteigen und Parkplätzen anbietet. Durch einen Werbeprospekt ist Dominik Trat auf die Firma im 19. Wiener Gemeindebezirk aufmerksam geworden. Genau das wollte der Gastwirt auch extern erledigen lassen und unterschrieb einen Vertrag mit der Firma auf sechs Monate. Von November bis April bräuchten Waltraud und Dominik Trat sich jetzt um die Schneeräumung nicht mehr kümmern, versprach „Pegasus“.

Ganze Summe im Vorraus bezahlt

„Die wollten für diese Leistung zuerst 3.000 Euro haben. Nachdem mir das zu teuer erschien, sind sie aber blitzartig auf 2.000 Euro herunter gegangen. Das hätte mir schon komisch vorkommen müssen“, erzählt Dominik Trat. Er zahlte die ganze Summe im Voraus. Aber vorerst blieb der Schnee aus.

Am 5. Jänner kam er dann, aber die Firma „Pegasus“ nicht. Trat urgierte die Leistung und bekam am 11. Jänner ein Schreiben, in dem stand, dass sich die Firma außer Lage sehe, den vereinbarten Vertrag zu erfüllen. „Pegasus“ könne keine Garantie zur Räumung mehr geben. „In dem Schreiben stand aber auch, dass ich mein Geld zurückbekomme, wenn ich nur meine Kontonummer bekannt geben würde“, berichtet Trat weiter. Der Vertrag würde dann aufgelöst werden.

Bis heute haben Waltraud und Dominik Trat kein Geld von „Pegasus“ bekommen.

Die NÖN erkundigte sich bei der Wirtschaftskammer, ob vielleicht ein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde.

„Pegasus“ ist nicht erreichbar

Außenstellenleiter Friedrich Oelschlägel: „Bis jetzt ist uns nichts bekannt“. Die NÖN konnte bis Redaktionsschluss niemanden von der Firma erreichen. Sogar die Hotline-Telefonnummer von „Pegasus“ blieb stumm.

„Ich kann nur raten, bei derartigen Abschlüssen nicht die ganze Summe, sondern nur eine Teilzahlung zu leisten“, so Oelschlägel.

Dieser Ratschlag kommt für Waltraud und Dominik Trat wohl zu spät.