Erstellt am 28. Mai 2016, 10:54

Übung macht den (Bade-)Meister. Die 24 Badmeister der Stadt Klosterneuburg legten vor Beginn der Saison Prüfung zu Retter- und Helferschein ab.

Die Menschenrettung will geübt sein - jährlich werden die Bademeister vor Saisonbeginn fit gemacht.  |  NOEN, Stadtgemeinde Klosterneuburg

Die Tage werden länger und heißer. Abkühlung findet man dann oftmals nur mehr im kühlen Nass des Bades. Aber leider kommt es auch in dieser vergnüglichen Umgebung manchmal zu einem Notfall. Damit die Schwimmer aber selbst dann die beste Hilfe bekommen, legten nun die 24 Bademeister die Prüfung zum Retter- und Helferschein ab und sind somit bestens auf die neue Badesaison vorbereitet.

Springen, Tauchen, Menschen aus dem Wasser ziehen oder auf das Surf Rescue Board hieven – das alles will gelernt sein. Denn im Ernstfall zählt jede Sekunde, jeder Handgriff muss sitzen. Durchschnittlich 2.000 Besucher kühlen sich an sommerlichen Tagen im Strandbad ab. Zwei Dutzend Bedienstete der Bäderverwaltung sind für einen reibungslosen Badebetrieb im Einsatz. Pro Badetag sorgen vor Ort fünf Badeaufsichtskräfte sowie zumindest ein Bademeister mit wachsamen Augen für Sicherheit und überwachen durchgehend Donau Altarm sowie Becken. Mit gutem Grund, denn immer wieder geraten Menschen hier in Not.

Die Strandbad-Lebensretter sind Mitglieder der Österreichischen Wasserrettung und gemäß den Richtlinien ausgebildet, haben zumindest den Helfer- oder Retterschein.

Jährliche Auffrischung notwendig

Die Erste Hilfe Kenntnisse werden jährlich aufgefrischt – mit dem Augenmerk auf Badeunfälle. Unter den 24 Mitarbeitern sind auch ausgebildete „Live Saver“ und Fließwasserretter. Bei starkem Badebetrieb umrundet ein Organ der Badeaufsicht zusätzlich ständig auf dem Rescue Board jenen Bereich, in dem sich die Kinder und Jugendlichen auf den schwimmenden Attraktionen austoben. Die meisten Einsätze im Altarm erfolgen wegen übermüdeter Kinder oder plötzlichen Krampfanfällen bei Erwachsenen. Dank lückenloser Badeaufsicht sind die Helfer binnen Sekunden bei Ertrinkenden.

Für den Altarm stehen spezielle Hilfsmittel zur Verfügung, zwei sogenannte Surf Rescue Boards. Der Umgang damit wurde ebenfalls im Happyland fleißig geübt. Mit diesem Brett gelangt der Retter binnen Sekunden zu den Ertrinkenden, egal an welcher Stelle des Altarms – schneller als mit jedem Boot oder als ein noch so guter Schwimmer.