Klosterneuburg

Erstellt am 30. März 2017, 09:27

von Victoria Heindl

Eine lebenswerte Stadt. Der neu gegründete Verein „Lebenswertes Klosterneuburg“ möchte die Bevölkerung mobilisieren und macht auf Problematik der Bodenversiegelung aufmerksam.

Obfrau Eva Rath und Vorstandsmitglied Andreas Voglgruber (l.) stellten nun den Verein „Lebenswertes Klosterneuburg“ vor. Gemeinsam mit Thomas Wrbka von der Universität Wien wollen sie unter anderem auf das Problem der Bodenversiegelung aufmerksam machen.  |  NOEN, Heindl

Das Thema Bauen ist in Klosterneuburg ein Dauerbrenner. Kaum eine neue Wohnanlage wird ohne Widerstand von Anrainern erbaut. Nun wurde ein Verein gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, für Bürger mehr Mitspracherecht bei solchen Projekten zu ermöglichen. Der Verein „Lebenswertes Klosterneuburg“ setzt sich für den Erhalt der Klosterneuburger Natur- und Lebensräume sowie des Orts- und Landschaftsbildes ein.

Ein Hauptthema von Obfrau Eva Rath und Vorstandsmitglied Andreas Voglgruber ist die fortschreitende Versiegelung des Bodens durch Bauprojekte. „Gesunder Boden ist extrem wichtig für den Hochwasserschutz“, erklärte Vorstandsmitglied und Biologe Andreas Voglgruber. Ein Quadratmeter gesunder, unverbauter Boden kann etwa 200 Liter Wasser aufnehmen. Gerade in Klosterneuburg, wo Hochwasser immer wieder zum Problem wird, ist daher genug unversiegelter Boden sehr wichtig.

Bevölkerung besser einbeziehen

Auch hier möchte der neu gegründete Verein ansetzen. „Wir setzen uns für Bewusstseinsbildung der Bürger und politischen Entscheidungsträger zu den Bodenfunktionen wie Grund-, Trinkwasser- und Überschwemmungsschutz, Bodenerosion und Bodenfruchtbarkeit ein“, so Voglgruber.

Aber natürlich geht es dem Verein auch um das Wohlbefinden der Anrainer bei neuen Bauprojekten. „Die Bevölkerung soll bei neuen Bauprojekten einbezogen werden“, fordert Obfrau Eva Rath. Außerdem sollten dabei auch immer ökologische und biologische Fakten berücksichtigt werden.

lebenswertesklosterneuburg.at