Erstellt am 22. April 2017, 10:11

Umweltbundesamt zieht nicht nach Klosterneuburg. Wie die Tageszeitung „Die Presse“ meldete, soll das Umweltbundesamt nach Klosterneuburg ziehen. Falschmeldung.

Teresa Arrieta von der PUK greift Bürgermeister Schmuckenschlager scharf an.  |  NOEN

Ganz Klosterneuburg stand Kopf, als durch „Die Presse“ bekannt gemacht wurde, dass das Umweltbundesamt nach Klosterneuburg verlegt werden soll. „Dass das das Umweltbundesamt umzieht, ist derzeit kein Thema“, wurde diese Meldung sofort vom Umweltbundesamt dementiert.

Es stimme zwar, dass man der Landflucht entgegenwirken und Behörden daher in ländliche Regionen verlegen will. Was das Umweltbundesamt betrifft, sei das aber sicher kein Thema.

Dass der Sitz dieser Behörde in Wien ist und bleibt, ist sogar im Umweltkontrollgesetz verankert. Also keine Chance für Klosterneuburg, obwohl Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager dafür bereit wäre. Im Rahmen einer Weidlinger Veranstaltung, eines Naturschutztreffens der Firma „Biotop“, sagte der Bürgermeister, dass „Klosterneuburg jederzeit bereit wäre, das Umweltbundesamt zu beherbergen.“ Auch wenn es nach den Aussagen des Umweltministers nicht so aussehe. Generell stünde er einer Verlegung von Behörden ins „Ländliche“ positiv gegenüber.

Minister meldet sich aus Kanada

„Wir wollen dezentralisieren, aber dass das Umweltbundesamt umzieht, ist derzeit kein Thema“, sagte eine Sprecherin von Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) auf APA-Nachfrage in Kanada. Der Minister weilt derzeit dort auf Arbeitsbesuch.

Für Gemeinderat Peter Hofbauer (Liste Peter Hofbauer) Wind auf seine Mühlen der Bestrebung, dass Klosterneuburg nach Wien kommen soll. „Meine Ideallösung kennt man ja: Klosterneuburg Nobelbezirk von Wien, statt Vorort von Tulln. Dann kann das Umweltbundesamt nach Klosterneuburg verlegt werden. Das wäre dann endlich eine Aufwertung der abgetakelten Stadt.“