Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:03

von Christoph Hornstein

Von der "Giftkuchl"zum "Donauviertel". Der Vertrag ist durch, aber es gibt noch keinen Namen für den neuen Stadtteil Klosterneuburgs. Vorschläge werden gesucht.

 |  NOEN, shutterstock /wikimedia /collage

"Wann bekommt unser neues Viertel endlich einen Namen?", fragt sich NEOS-Chef Walter Wirl. Und wirklich, da nun der Kaufvertrag unter Protest der Opposition unterschrieben ist, braucht das Kind auch einen Namen. Die NÖN hörte sich um, was denn die Politiker für Vorschläge haben.

„Seit Monaten wird das Gebiet für den neuen Stadtteil von Klosterneuburg mit dem Synonym ‚Kasernengründe‘ oder ‚ehemalige Magdeburgkaserne‘ bedacht. Niemand hat sich überlegt, wie es schlussendlich wirklich heißen soll“, so Wirl im NÖN-Gespräch. Der NEOS-Chef löst damit eine Diskussion aus, in der auch durch die NÖN-Umfrage die Bevölkerung eingebunden werden wird. Mit dem Namen „Donauviertel“ macht Walter Wirl den ersten Vorschlag. Er kann sich aber auch „Pink-Town“ vorstellen in Anlehnung an seine Partei-Farbe, schließlich gäbe es ja bereits auch die „Schwarze Au“, das „Grüntal“ und den „Rotgraben“ in Klosterneuburg.

Für Stadtrat Stefan Mann (SPÖ) ist die Namensgebung noch kein Thema: „Das ist für mich nicht entscheidend. Wichtig ist vielmehr, dass das Konzept gut und richtig umgesetzt wird, leistbare Wohnungen gebaut werden und eine Schule.“

Für FP-Stadtrat Josef Pitschko kommen diese Überlegungen viel zu früh: „In einer Broschüre der Stadtgemeinde wird von der ‚Vision 2050‘ gesprochen. Da haben wir wohl noch genug Zeit.“ In Erinnerung an das kontaminierte Erdreich fiele Pitschko nur „Giftkuchl“ ein.

Gelsenangriff vorprogrammiert

Dem könnten die Grünen sicher zustimmen, bringen aber auch einen ernst gemeinten Vorschlag. „Ich würde das Gebiet liebenswürdig ‚Gelsenviertel‘ nennen“, so der Vorschlag von Stadträtin Martin Enzmann, aufgrund der Donaunähe und der zu erwartenden Gelsenplage. Auch, weil damit ihre Grüne Gesinnung durchkäme.

„Das ist das letzte Gebiet, das in Klosterneuburg so groß entwickelt werden kann. Also drängt sich für mich der Name ‚Das letzte Viertel‘ auf“, so Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager schmunzelnd. Als Spross eine Winzerfamilie liegt dieser Vorschlag wohl nahe...

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