Klosterneuburg

Erstellt am 21. Juli 2016, 05:07

von Martin Gruber-Dorninger

„Müllsammlung“ ist strafbar. Wird der Unrat nicht von Gemeinde entsorgt, kann es unter Umständen Strafen hageln. Polizei warnt vor den „Müllsammlern“.

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Jeder hatte schon einmal einen schlecht ausgedruckten Zettel mit noch schlechterem Deutsch entweder an seiner Windschutzscheibe heften oder in seinem Postkasten. Darin wird der Hausbesitzer aufgefordert, seinen Unrat doch vor dem Haus abzustellen. Eine Firma würde kommen und die Entsorgung übernehmen. Die Polizei warnt eindringlich davor, denn man verstößt gegen das Gesetz.

Sammlung ist starfbar

„Die Abfallsammlung hat ausschließlich durch die Stadtgemeine Klosterneuburg zu erfolgen“, stellt Postenkommandant Georg Wallner klar. Eine „Sammlung“, wodurch eine ungarische Familie unterstützt würde, wäre hingegen strafbar. Die Sammlung ist mangelhaft, nicht verwendbare Abfälle und Altstoffe werden häufig im Grünland entsorgt und müssen dann erst recht wieder durch Mitarbeiter der Stadtgemeinde entsorgt werden. „Das bringt einen Mehraufwand an Zeit und Geld“, warnt Wallner. Gesetzlich bestehe außerdem die Pflicht, sich bei der Entsorgung von Altstoffen und Abfällen der Einrichtungen der Gemeinden (Recyclinghof) zu bedienen. „Wer seinen Abfall illegal an andere Personen übergibt oder an andere Orte verbringt, macht sich nach dem Abfallwirtschafts- und dem NÖ Naturschutzgesetz strafbar“, so Wallner. Unter Umständen verstieße man auch gegen die Straßenverkehrsordnung, sollten die Abfälle auf dem Gehsteig abgestellt werden.