Weidling

Erstellt am 19. August 2016, 11:04

von Martin Gruber-Dorninger

Polizei-Stützpunkt ist jetzt auch noch weg. Kaum benutzt wurde Service der Polizei. Ortsvorsteher Weiss und Stadtgemeinde suchen nach Alternativen.

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Puncto Polizei wurde den Weidlingern jetzt auch noch der letzte Strohhalm genommen, an den sie sich klammern konnten – der Stützpunkt ist weg. „Kaum genutzt“, heißt es seitens der Exekutive. Ortsvorsteher Karl Josef Weiss verspricht aber eine neue Variante.

Im Juni des Vorjahres zog der letzte Weidlinger Polizist auf den Klosterneuburger Posten in der Franz-Rumpler-Straße. Übrig blieb lediglich ein sogenannter Stützpunkt, eine Notrufstelle. Bei Benutzung konnte Kontakt mit dem Hauptposten aufgenommen werden. Wenig später kam eine Polizeistreife in Weidling vorbei.

Fünfmal wurde Stützpunkt verwendet

„Dieses System hat sich nicht bewährt. Im vergangenen Jahr wurde dies keine fünf Mal bedient“, erklärt Klosterneuburgs Postenkommandant Georg Wallner. Um die Sicherheit nach der geschlossenen Polizeistation wären die Beamten aber vermehrt Streife gefahren. „Wir haben mehr Autos bekommen und daher auch mehr Streifen anbieten können“, so Wallner weiter. Dabei wurde auch auf die Besetzung der Streife durch ehemalige Weidlinger Polizisten Wert gelegt. „Die kennen sich mit den Örtlichkeiten besser aus, da war es sinnvoll, dies zu nutzen“, erklärt Wallner.

Dies bestätigt auch Ortsvorsteher Karl Josef Weiß: „Ein großes Lob an unsere Klosterneuburger Polizei. Durch die vermehrten Streifen ist das Sicherheitsgefühl gestiegen.“ Dass jetzt die Notrufstelle auch noch eingestellt wurde, ist für Weiss zwar nicht wirklich angenehm, dennoch mache eine Weiterführung keinen Sinn.

„Die wurde kaum benutzt“, weiß auch er. Dennoch will sich der Ortsvorsteher bei der Sicherheit mit der derzeitigen Situation nicht zufriedengeben. „In das Gebäude, in dem dieser Stützpunkt untergebracht war, könnte demnächst ein sogenannter ,Gemeindewachkörper’ einziehen“, verrät Weiss. Das habe keinesfalls etwas mit einer Bürgerwehr zu tun, sondern es handle sich um ein Sicherheitsorgan der Stadtgemeinde Klosterneuburg. „Wir schauen uns das derzeit in Neunkirchen an. Es ist durchaus möglich, dass das auch bald in Weidling in-stalliert wird“, so Weiss.