Klosterneuburg

Erstellt am 27. August 2016, 04:59

von Martin Gruber-Dorninger

Kein respektvoller Umgang mit Natur. Weidlingbacher beschweren sich über Müll entlang der neuen Trailstrecke. Obmann Arpaci verspricht Besserung.

Die Trailstrecke wird von den Sportlern sehr gut angenommen.  |  NOEN, Gruber-Dorninger

Die neu errichteten Mountainbike-Strecken in Weidlingbach, von der Windischhütte ausgehend, sorgen nach wie vor für Gesprächsstoff, vor allem unter den Anrainern. Waren es zunächst Sicherheitsbedenken, sorgt derzeit rücksichtslos weggeworfener Müll für Unmut unter den Weidlingbachern.

Ortsvorsteherin Traude Balaska richtete sich in der vergangenen Woche sowohl an die Behörde als auch an den Verein WienerWaldTrails. „Gegenüber der neuen Trailstrecke ist auf
einer Länge von 30 Metern alles verdreckt. Mir wurde auch berichtet, dass einige Trailfahrer auch ihre Notdurft an Gartenmauern verrichtet haben“, ist Balaska erbost, da in der Nähe sowohl Müllbehälter als auch ein Mobilklo installiert wurden.

„Mir wurde auchberichtet, dass einige Trailfahrer auch ihre Notdurft an Gartenmauern verrichtet haben.“

Traude Balska Ortsvorsteherin

„Mir ist das vollkommen unverständlich, dass diese ,Sportler’ nicht die paar Schritte gehen können, um ihren Dreck ordentlich zu entsorgen“, so Balaska weiter. In einem persönlichen Gespräch habe der Obmann von WienerWaldTrails, Alexander Arpaci, Besserung versprochen. Dies bestätigt er auch gegenüber der NÖN. „Ja, wir nehmen diese Beschwerden sehr ernst“, so Arpaci. Neben dem persönlichen Kontakt mit den Mountainbikern wurden auch scharfe Postings auf Facebook verbreitet, die den vermutlichen Müllsündern ins Gewissen reden sollen. „Prinzipiell ist es klar, dass man hier handeln muss. Auf der anderen Seite wäre es aber wünschenswert gewesen, gleich mit mir zu sprechen, bevor die Behörde eingeschaltet wird“, stehe Arpaci stets für Verbesserungsvorschläge und Anregungen zur Verfügung.

Biker unter Verdacht

Außerdem verwehre er sich dagegen, dass gleich alle Mountainbiker unter Generalverdacht gestellt würden. „Es ist richtig, dass diese Trails ein großer Erfolg sind. Wir haben selbst nicht mit so einer intensiven Nutzung gerechnet“, so Alexander Arpaci.

Auch Andrea Kaltenegger von den Österreichischen Bundesforsten ist in dieser Angelegenheit um Contenance bemüht: „Betreiber ist der Verein WienerWaldTrails. Wir appellieren an den respektvollen Umgang der Benutzer mit der Umwelt.“ Aufgrund des großen Erfolges des Projekts in Weidlingbach ist der Verein um die Erschließung weiterer Strecken im Wienerwald bemüht. Auf der Hohen-Wand-Wiese soll demnächst eine Art Mountainbikezentrum entstehen.

„Im Gegensatz zu Weidlingbach ist hier durch die Sommerrodelbahn bereits Infrastruktur vorhanden“, spielt Alexander Arpaci auf Toiletten und ausreichend vorhandene Müllbehälter an. In Gesprächen mit der Stadtgemeinde Klosterneuburg werde aber auch demnächst versucht Anfangsprobleme auszuloten. „Wir sind in einem ständigen und guten Dialog mit der Stadtgemeinde“, verspricht Arpaci Besserung.