Erstellt am 22. September 2015, 16:27

von Christoph Hornstein

Wer will „TU“ am Auto stehen haben?. Während die Klosterneuburger laut gegen ein TU- Kennzeichen aufschreien, zeigt Online-Befragung ein anderes Bild.

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„Wie wenn unser Land keine anderen Probleme hätte“, wundern sich einige Klosterneuburger über die Forderung von Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager nach eigenen Autokennzeichen für Klosterneuburg. Der Aufschrei der Bevölkerung war aber nicht zu überhören, als im Zusammenhang mit der geplanten Bezirksauflösung klar wurde, dass aus „WU“ „TU“ werden muss.

Aber das hatten wir ja schon, als vor 25 Jahren die neuen EU-Kennzeichen eingeführt wurden. Anstatt der schwarzen Tafeln mit „N“ mussten die Klosterneuburger weiß/rote mit „WU“ für Wien-Umgebung montieren. „Wir wollen kein Kennzeichen, dass uns zu Wienern macht“, wurde damals lautstark von den Klosterneuburgern dagegen protestiert. Freilich, geholfen hat dieser Protest nicht.

Dass die Klosterneuburger eine starke Identität zu ihrer Stadt haben, weiß Bürgermeister Schmuckenschlager. Ebenso, dass sich dieser Umstand auch auf die Gestaltung der Autokennzeichen niederschlägt.
„Beim Kennzeichen habe ich früh bemerkt, wie stolz die Klosterneuburger auf ihre Stadt sind. Von daher kommt meine Forderung, nicht mit dem Namen einer anderen Stadt gleichgesetzt zu werden“, erklärt Schmuckenschlager. Wer ein eigenes Kennzeichen bekommt, entscheide das Land NÖ und der Bund gemeinsam. Gröbming in der Steiermark, mit BH-Außenstelle Liezen, sei ein Beispiel mit eigenem Kennzeichen. Schmuckenschlager: „Die haben ein eigenes Kennzeichen, sind aber kleiner als Klosterneuburg.“
Landtagsabgeordneter Willibald Eigner fordert Nummerntafeln mit einem Bezug zu Klosterneuburg. Sein Vorschlag: „KT“ für „Klosterneuburg-Tulln“.

In nur drei Tagen 1.400 Klicks

Eine ungewöhnlich rege Teilnahme verzeichnet die Online-Umfrage der NÖN. In nur drei Tagen konnten 1.400 Klicks verzeichnet werden. Das Zwischenergebnis bis Montag, 21. September ist mehr als überraschend: 44 Prozent wollen „TU“ auf ihrem Auto stehen haben.

„Ein völlig anderes Bild, als man innerhalb der Bevölkerung wahrnimmt“, so Michael Söllner von der Online-Redaktion, „Wirklich überraschend, aber das kann sich noch ändern. Die Teilnahme der Tullner Bevölkerung könnte dieses Zwischenergebnis beeinflussen.“


Die Online-Abstimmen läuft noch bis Montag, 28. September.