Erstellt am 07. April 2016, 13:44

von Christoph Hornstein

Zu wenig Friedhof für mehr Bürger?. Neuer Stadtteil und mehr Wohnraum bringen mehr Bevölkerung. Die FPÖ befürchtet in Folge zuwenig Friedhofsfläche.

 |  NOEN, zVg

Die Stadtgärtnerei neben dem unteren Teil des Oberen Stadtfriedhofs siedelt demnächst ab. Damit wird ein Grundstück in wunderschöner Lage frei. Eigentümer ist die Stadtgemeinde, die diese 4.000 Quadratmeter in Bauland widmet. Einfamilienhäuser sollen entstehen.

Für FP-Stadtrat Josef Pitschko ein Plan mit wenig Weitblick, denn mit dem Mehr an Wohnungen gibt es ein Mehr an Bevölkerung, und die braucht irgendwann einmal mehr Friedhofsfläche.

Der Gemeinderat beschloss die Umwidmung einer Fläche beim Stadtfriedhof von Grünland/Gärtnerei in Bauland Wohngebiet. Pitschko begründete die Ablehnung dieser Umwidmung durch die FPÖ: „Wenn auch derzeit für den Friedhof keine Erweiterungsflächen benötigt werden, erfordert die geplante Zunahme der Wohnbevölkerung in Klosterneuburg doch eine langfristige Planung der Infrastruktur, somit auch der Friedhofsflächen.“

Der Gemeinderat handle kurzsichtig, wenn er einerseits ein neues Stadtviertel mit Wohnungen für mehr als 2.000 Menschen plane, gleichzeitig aber möglicherweise dadurch erforderliche und geeignete Friedhofsflächen von Grünland in Bauland umwidme.

Langfristige Gräber rückläufig

Immobilien-Stadtrat Roland Honeder (ÖVP) hält dagegen: „Es gibt ausreichend Erweiterungsmöglichkeiten des Friedhofs am oberen Teil. Am unteren Teil war nie eine Erweiterung geplant.“ Der Trend zu langfristigen Gräbern sei rückläufig, Urnenbestattungen würden häufiger. So gebe es zur Zeit kein Problem mit der Auslastung und Erweiterungsmöglichkeit des Friedhofs. „Eine Infrastrukturproblematik ist mit großer Wahrscheinlichkeit in Bezug auf den Friedhof nicht gegeben“, schließt Honeder.