Erstellt am 02. Dezember 2015, 06:03

von Jutta Hahslinger

12 Jahre für Serienräuber. Neun Überfälle auf Geldinstitute im Weinviertel brachten 400.000 Euro Beute, die der Räuber aus Wien mit Luxusreisen und Casinobesuchen verjubelte.

Serienräuber Martin Z. (35) beteuerte vor Gericht: »Es tut mir wirklich sehr leid!«  |  NOEN, zVg

Nachdem er arbeitslos geworden war und sich Schulden angehäuft hatten, entschloss sich der Wiener Martin Z., das nötige Geld für seine Lebensführung durch Banküberfälle zu besorgen.

Am 29. Februar 2008 startete der Wiener seine kriminelle Karriere mit einem bewaffneten Überfall auf eine Bank in Seyring im Bezirk Mistelbach. Die Beute von 23.155 Euro hielt nicht lange, und Z. schlug am 24. Juni erneut zu, diesmal in Enzersfeld im Bezirk Korneuburg. Nur wenige Wochen später suchte er das Geldinstitut erneut heim. Dann wechselte er in den Bezirk Gänserndorf und überfiel am 14. November eine Bank in Weikendorf. Danach legte er eine mehrjährige Pause ein. Mit der Beute, insgesamt rund 120.000 Euro, habe er sich ein gutes Leben gemacht, Fernreisen und Casinobesuche unternommen, schilderte der Wiener vor Gericht.

Erst im August 2015 wurde Täter gefasst

Am 1. Oktober 2012 setzte Z. seine Raubserie mit einem weiteren Überfall auf die Bank in Weikendorf fort. Drei Überfälle 2014 auf Weinviertler Geldinstitute (einmal in Seyring und zweimal in Schrick) folgten. Am 6. August 2015 endete die Erfolgsserie: Nach dem Banküberfall in Seyring konnte Z. verhaftet werden.
Er habe nie vorgehabt, irgendwen zu verletzten, beteuerte der 35-Jährige vor dem Schöffensenat (vorsitzender Richter Helmut Neumar).

„Sie haben aus reiner Geldgier die Bankangestellten mit Waffen bedroht und in Todesangst versetzt. Traumatisierend für manche Opfer“, fand Staatsanwältin Gudrun Bischof klare Worte.
„Es tut mir leid“, beteuerte der Wiener, und er akzeptierte die verhängte Strafe von zwölf Jahren Gefängnis (nicht rechtskräftig).