Erstellt am 25. Dezember 2015, 05:03

von Christian Simon

Abschied vom IST-Mobil. Bei Kosten von 6.700 Euro jährlich wurde das Verkehrsmittel bisher erst für 26 Fahrten genutzt. Die Aufschließungsabgabe wurde erhöht und die Jugend erhält Unterstützung.

Bürgermeister Hermann Pöschl schlug das Aus für des IST-Mobil vor und der Gemeinderat stimmte zu.  |  NOEN, Simon

Seit April 2015 bietet das IST-Mobil nun seine Dienste in Rußbach an. „Seitdem gab es damit aber nur 26 Fahrten“, präsentierte VP-Bürgermeister Hermann Pöschl die magere Bilanz und schlug dem Gemeinderat in der Sitzung den Ausstieg aus dem Mobilitätsprojekt vor. Immerhin kostet das IST-Mobil die Gemeinde 6.700 Euro im Jahr. „Wir haben viel versucht, werden jetzt aber trotzdem die Ersten sein, die aussteigen“, fügte Bürgermeister Pöschl hinzu.

Die restlichen Gemeinderäte zeigten Verständnis für die Maßnahme. „Das IST-Mobil ist ja an sich ein gutes Projekt. Aber wenn es nicht angenommen wird, hat es einfach keinen Sinn“, kommentierte beispielsweise die SPÖ-Gemeinderätin Karin Koller.

„In die Jugend muss man investieren“

Darüber hinaus war man sich auch einig, dass die Fahrten für die Kunden zu teuer seien. Der Antrag wurde einstimmig angenommen, ab 1. April 2016 ist das IST-Mobil somit in Rußbach Geschichte.

Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war das Ansuchen des FZSV Rußbach um eine Jugendförderung in der Höhe von 2.000 Euro. „In die Jugend muss man investieren, das ist wichtig. Die Förderung kann man ihnen ohne Weiteres geben“, plädierte Anna Holzer von der Bürgerliste für den Antrag. Offenbar sah das der restliche Gemeinderat ähnlich – der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Eine weitere einstimmige Annahme gab es bei der Entscheidung über die Erhöhung der Aufschließungsabgabe von 450 auf 480 Euro pro Quadratmeter. „Wir haben uns das durchgerechnet, und bei einer Abgabe von 480 Euro wären wir genau kostendeckend“, erklärte VP-Vizebürgermeister Manfred Punz. Die Erhöhung tritt ab 1. April 2016 in Kraft.