Erstellt am 20. April 2016, 05:04

von Markus Glück

Alte Au: Alpenverein will Kletteranlage. Nach VP-Vorstoß meldet sich nun auch der Alpenverein zu Wort. In Projekt wird Chance für Stadt gesehen.

Der Alpenverein wünscht sich eine Kletteranlage in der Alten Au.  |  NOEN, shutterstock.com/ Carlos Caetano

In der vorletzten Woche forderte die Stockerauer Volkspartei eine Modernisierung der Alten Au. Von den Überlegungen zeigte sich neben FP-Bürgermeister-Stellvertreter Erwin Kube auch SP-Bürgermeister Helmut Laab angetan. „Wir werden uns mit den Gedanken der ÖVP beschäftigen und schauen, welche Überlegungen wir in die Thematik einfließen lassen können“, so das Stadtoberhaupt damals gegenüber der NÖN.

„Ich will nicht, dass die Alte Au eine 
Ruine wird. Es braucht dringend ein Konzept 
und es muss Geld investiert werden.“
Martin Falb, VP-Gemeinderat

Zu den Diskussionen äußert sich nun auch VP-Gemeinderat und Fraktionssprecher Martin Falb: „Die Alte Au war eine Vorzeigeanlage und ich hoffe, dass die Initiative von Gerhard Dummer fruchtet.“ Dass der Stadtchef über die NÖN verlautbaren ließ, sich mit den Gedanken der ÖVP zu beschäftigen, erfreut den VP-Fraktionssprecher. Falb: „Ich will nicht, dass die Alte Au eine Ruine wird. Es braucht dringend ein Konzept und es muss Geld investiert werden.“

Im Zuge einer Renovierung der Alten Au meldet auch der Alpenverein Stockerau Interesse an. Seit mehreren Jahren ist der Verein auf der Suche nach einem Standort für eine Kletteranlage. Zuletzt wurde diese Idee wieder aufgegriffen. „Bei den Plänen zum Aussichtsturm auf der Marienhöhe waren wir knapp dran. Vielleicht klappt es im Zuge der Renovierung der Alten Au mit der Umsetzung dieser Idee“, hofft Alpenverein-Obmann Wolfgang Schnabl auf die Realisierung des Projekts.

"Chance für Sportstadt Stockerau"

In einer attraktiven Kletteranlage sieht der Alpenverein aber auch eine Chance für die Sportstadt Stockerau. Klettern ist nach wie vor ein boomender Trendsport, wie die gut besuchten Kletterhallen vielerorts zeigen.

Zudem gibt es in den umliegenden Städten Tulln, Hollabrunn und Korneuburg kein entsprechendes Angebot. Stockerau hätte dabei die Chance, sich zu positionieren. Schnabl: „Gerade wenn es Pläne gibt, die Alte Au zu revitalisieren, sollte eine moderne Kletteranlage berücksichtigt werden.“ Der Alpenverein zeigt sich aber weiterhin auch offen, eine Kletteranlage in ein bestehendes Objekt zu integrieren. So wäre auf der Rückwand der Milleniumshalle eine Outdoor-Anlage realisierbar.