Erstellt am 04. Januar 2016, 08:44

von Michaela Höberth

Artner-Rauch zieht erste Bilanz: „Kann viel verwirklichen“. Seit 1. Juli leitet Ursula Artner-Rauch die Fossilienwelt. Mit neuen Ideen will sie das Ausflugsziel aufwerten. Die Geschichte des Austernriffs soll im Mittelpunkt stehen.

Leiterin Ursula Arnter-Rauch ist zufrieden: Trotz Hitze kamen in den Sommermonaten viele Besucher. Foto: Christine Wurnig  |  NOEN, Christine Wurnig
Auch wenn das Ausflugsziel über den Winter geschlossen hat: Langeweile kommt bei der neuen Leiterin der Fossilienwelt, Ursula Artner-Rauch, keine auf. „Es gibt viel aufzuarbeiten“, weiß sie.

„Wir haben bereits begonnen, den Shop
zu verkleinern. Ich möchte weg von
dieser Schmuckumklammerung.“
Ursula Artner-Rauch

Am 1. Juli hat die frühere Marketing-Leiterin des Weinviertel Tourismus die Geschicke der Fossilienwelt offiziell übernommen. Und nach den ersten Monaten ihrer Arbeit kann sie eine durchaus positive Bilanz ziehen.

„Trotz der Hitze im Juli und August waren wir gut besucht“, freut sie sich. „Die Besucherzahlen gehen zwar zurück, aber nur leicht. Mein Ziel ist es, zwischen 22.000 und 23.000 Gäste pro Jahr anzulocken“, so Artner-Rauch.

Ideen für das Ausflugsziel hat sie jedenfalls genug: „Wir haben bereits begonnen, den Shop zu verkleinern. Er überlagert derzeit alles. Ich möchte weg von dieser Schmuckumklammerung“, schildert die Leiterin. Die Fossilienwelt sei für echte Perlen und teure Ketten nicht der richtige Anbieter; zu viele Juweliere liegen im Umfeld.

Kleine Andenken und Souvenirs, die auch gerne gekauft werden, wird es aber weiterhin geben. Stattdessen hat Artner-Rauch ein Regionaleck mit Produkten aus der Gegend eingerichtet. In Zukunft soll das Café großzügig erweitert werden und mit vielen Pflanzen und Bildern zum Verweilen einladen.

Geburtstagspartys erwiesen sich als Renner

Die einzigartige Geschichte, die hinter der Fossilienwelt steckt, hat Artner-Rauch von Anfang an fasziniert: „Hier lässt sich viel verwirklichen“, ist sie euphorisch. Sie will sich der Geschichte des größten fossilen Austernriffs aus verschiedenen Perspektiven nähern, um den Besuchern immer wieder Neues bieten zu können. „Man muss sich vorstellen, dass hier früher das Meer war“, ist sie fasziniert.

Hilfreich sind dabei die Forschungsprojekte, die in dem Ausflugsziel durchgeführt werden. Derzeit vermisst die Technische Universität Wien gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum das Austernriff, um weitere Rückschlüsse über dessen Entstehung ziehen zu können.

Ein Renner waren bereits heuer Geburtstagspartys für die Kleinen. Für die nächste Saison, die mit 15. April startet, ist eine Jahreskarte für das beliebte Schürffeld in Planung. Doch auch für eine bloße Erfrischung lohnt sich der Besuch. „Vielen wissen nicht, dass das Gelände und der Spielplatz frei zugänglich sind“, lädt Artner-Rauch ein. Auch Hunde sind jederzeit in der Fossilienwelt willkommen.