Erstellt am 10. Februar 2016, 05:03

von Christian Simon

B6-Umfahrung: Angst vor Blockade. Grundbesitzer sagten kurzfristig den Termin zur Verhandlung der Ablöse ab. Bürgermeister Hendler zeigt sich besorgt.

Bürgermeister Norbert Hendler befürchtet Spekulationen oder eine Blockade von Seiten der Grundstücksbesitzer.  |  NOEN, privat

Das Projekt „B6-Umfahrung“ steckt immer noch in der Ablöse-Phase. Vergangenen Freitag wäre eine Verhandlung zwischen Vertretern der Gemeinde und des Landes sowie den Besitzern der drei einzulösenden Wohnhäuser zwischen Seebarn und Rückersdorf angesetzt gewesen. Doch am Vorabend sagten alle Grundbesitzer kurzfristig ab.

Für die Realisierung der B6-Umfahrungsstraße ist es notwendig, dass die Gemeinde und das Land Niederösterreich mit den Besitzern der Flächen, durch die die Straße führen soll, auf eine Einigung zur Ablöse kommen. „Es handelt sich um Grünland mit alten Häusern darauf. Zwei von drei Familien wohnen noch in den Häusern. Es sind aber alle soweit versorgt, dass sie eine andere Unterkunft haben“, erklärt VP-Bürgermeister Norbert Hendler.

Dass die Grundbesitzer den Verhandlungstermin abgesagt haben, sei an sich kein Problem. Man wolle sich laut Hendler um einen neuen Termin bemühen. „Komisch ist, dass ein Besitzer für alle abgesagt hat, ohne einen genauen Grund anzugeben. Ich befürchte, dass das eine Art Blockade wird, oder sie spekulieren“, so Hendler. Bei der Verhandlung wollte man erneut über die Ablöse sprechen, da man bei Vorgesprächen auf keinen grünen Zweig kam.