Erstellt am 08. Februar 2016, 09:03

von Bernhard Preineder

Babykatzen in der Kälte ausgesetzt. Babykatzen beinahe verdurstet und erfroren. Dass sie gerettet wurden, verdanken sie (ausgerechnet) einer Hundehalterin.

 |  NOEN, privat

Wie herzlos ist das denn? Hätte eine Dame nicht ihren Hund Gassi geführt, wären jetzt wohl sechs kleine Kätzchen tot. Das Sextett wurde bei Minusgraden vor einem Glascontainer ausgesetzt.

Unterkühlt und viel zu leicht

Eine Hundehalterin hörte das Schreien der Kitten und brachte sie erst einmal nach Hause, um sie zu versorgen. Schließlich übernahm der Verein „Katzentant“ die weiteren Schritte.

Im NÖN-Gespräch erzählte die Vorsitzende Ruth Klösch, bei der sich die Kleinen derzeit in Pflege befinden: „Wir brachten sie zum Tierarzt, wo sie sofort Infusionen bekamen und wegen der Unterkühlung mit Rotlicht bestrahlt werden mussten.“

Dazu kam noch erschwerend, dass die Wollknäuel für ihr Alter viel zu wenig wogen.

„A“ wie arm, ausgesetzt, abgemagert

Heute kann Klösch vorsichtig aufatmen: „Die Zwergis liegen jetzt in kuscheligen, warmen Betten und werden alle zwei Stunden mit der Spritze ernährt, da sie noch nicht alt genug sind, um selber zu fressen.“

Bei der vorläufigen Namenswahl tat man sich bei der „Katzentant“ nicht schwer und benannte Alice, Angel, Amely, Angie, Ashley und Angelo jeweils mit dem Anfangsbuchstaben „A“, der für Klösch in diesem Fall auch für arm, ausgesetzt, abgemagert, ausgehungert, allein gelassen und ängstlich steht.