Erstellt am 11. November 2015, 05:32

von Markus Glück

Bade-Gäste sind frustriert. Initiative will das Hallenbad für alle Besucher attraktiver gestalten und dabei auch Interessenskonflikte bereits im Vorfeld ausräumen.

Immer wieder kommt es im Hallenbad zu Interessenskonflikten zwischen Sportschwimmern und Schulklassen.  |  NOEN, solis images/shutterstock.com

Immer wieder kommt es zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen im Stockerauer Hallenbad zu Konflikten. Um einen gemeinsam Weg zu finden, gründeten Matthias Raeke und Martin Keiml die Facebook-Initiative „Schwimmen in Stockerau“ , mit der man versucht, die verschiedenen Interessen der Bad-Besucher zu kanalisieren. Mit der Gruppe möchte man sich nun mehr Gehör verschaffen, da laut Aussagen der Initiatoren die Schwimmbadleitung bei Anregungen unbeweglich und uninteressiert bleibt.

Hohes Frustrationslevel bei allen Beteiligten

Oftmals klagen Sportschwimmer am Vormittag darüber, dass das Becken bereits vor 9 Uhr mit Schulklassen belegt und das Schwimmen daher unmöglich sei. „Bei allen Beteiligten entsteht dabei ein gewisses Frustrationslevel. Wir wollen, dass alle gleichberechtigt das Becken nutzen können und damit auch das Bad schützen und erhalten“, erklärt Martin Keiml im NÖN-Gespräch.

Keiml ist auch bewusst, dass viele Bäder defizitär geführt werden. Er weiß daher, dass die Konflikte zu einer Existenzfrage für das Hallenbad werden können: „Die Sportart Schwimmen boomt, es gibt aber leider nicht genügend Hallenbäder. Wir wollen das Bad auch besser auslasten und so die Einrichtung für die Zukunft rüsten.“

Bei einem Runden Tisch wollen die begeisterten Schwimmer nun Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. „Es gibt viele Ideen. Eine wäre, das Bad für Frühschwimmer bereits um sechs Uhr aufzusperren oder es an manchen Tagen nur für Schulen zu öffnen“, so Keiml.

„Wir wollen das Stockerauer Bad besser auslasten und so die Einrichtung für die Zukunft rüsten.“ Martin Keiml, Initiator

Erste Vorgespräche mit der Initiative hat es auch von FP-Bürgermeister-Stellvertreter und Sport-Stadtrat Erwin Kube gegeben. „Wir müssen uns ein Bild machen, welche Probleme es gibt. Die Ideen wurden bereits an mich herangetragen, jetzt gilt es zu prüfen, inwieweit diese auch umsetzbar sind.“

Angesprochen auf eine Ausweitung der Öffnungszeiten kann sich Kube diese bei Vereinen vorstellen: „Dort ist der Personalaufwand geringer.“ Wichtig ist ihm aber auch, dass man die Schwimmer in der Stadt behält: „Wir wissen um die starke Konkurrenz durch das Berndl-Bad in Korneuburg.“

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