Erstellt am 13. April 2016, 05:04

von Veronika Löwenstein

Behinderten-WC: Frage des Bedarfs. Stadt will in der Stadtzeitung Bedarf erheben. Ein Umbau würde 20.000 Euro kosten.

Das Behinderten-WC hinter dem Rathaus ist weiter geschlossen.  |  NOEN, Andreas Fussi

In der Stadt Korneuburg leben 2.600 Menschen mit Behinderung, davon sind 1.300 mobilitätseingeschränkt, 65 leiden unter Darmerkrankungen. 

An diese Gruppe wird sich die Gemeinde in der nächsten Stadtzeitung wenden. Konkret geht es um die Öffnungszeiten der Behinderten-Toilette. Die Stadtpolitik will den Bedarf erheben. Vandalenakte in den öffentlichen WC-Anlagen am Hauptplatz und in Folge verkürzte Öffnungszeiten hatten die Diskussion ins Rollen gebracht. ( Die NÖN berichtete ) Ins Kreuzfeuer der Kritik gerieten auch die Öffnungszeiten des Behinderten-WCs im Rathausinnenhof.

20.000 Euro für Rathaustor-Umbau

20.000 Euro würde es kosten, das Rathaustor außerhalb der regulären Öffnungszeiten zugänglich zu machen, zum Beispiel mittels Eurokey. Als Zwischenlösung stellt der Grieche seine barrierefreie Toilette zur Verfügung. „In der Befragung wollen wir wissen, wie oft die Toilette außerhalb der Öffnungszeiten benutzt wird und warum die Leute unterwegs sind“, erklärt VP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser, „schließlich rennt man ja nicht stundenlang am Hauptplatz herum.“

Zum Vorschlag der SPÖ, die normalen Toiletten mittels Videoüberwachung vor Vandalen zu schützen, kann sie nur den Kopf schütteln. „Absurd, mit welchem Ziel? Dass wir Verdächtige nach dem Gesichtsausdruck ausforschen?“ Außerdem sei das rechtlich nicht möglich. Fuchs-Moser kündigt aber eine stärkere Überwachung durch den Sicherheitsdienst an.