Erstellt am 17. November 2015, 06:13

von Markus Glück

Bezirk Korneuburg: Mehr Pleiten als 2014. Stockerauer Möbelfirma de Witt und Gastechnik-Firma Himmel als bekannteste "Opfer". Firmenpleiten stiegen zum Vorjahr um 34,8 Prozent. BEZIRK KORNEUBURG / Trotz Pessimismus in der Wirtschaft sind die österreichweiten

Die meisten Insolvenzen im Branchenvergleich verzeichneten der Handel und das Bauwesen.  |  NOEN, Grafik: NÖN

Trotz Pessimismus in der Wirtschaft sind die österreichweiten Firmeninsolvenzen in den ersten drei Quartalen des Jahres um mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Einen Anstieg gibt es im gleichen Zeitraum bei den Privantinsolvenzen im Bezirk (+4,2 Prozent).

Gab es im vergangenen Jahr „nur“ 23 Firmenpleiten, so stiegen diese um 34,8 Prozent auf 31 Insolvenzen. „Für das Gesamtjahr erwarte ich mir für Korneuburg eine weitere Steigerung“, erklärt Gerhard M. Weinhofer.

Die größte Insolvenz war mit mehr als 3,1 Millionen Euro an Passiva das Aus der Stockerauer Traditionsfirma de Witt, die Ende Jänner 36 Angestellten den Arbeitsplatz kostete. Deutlich über der Millionengrenze waren auch die Passiva der Korneuburger Firma Gastechnik Himmler mit rund 2,2 Millionen Euro. Dabei verloren 37 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.

Leichter Anstieg auch bei Privatinsolvenzen

Während es bei den Firmeninsolvenzen deutliche Veränderungen gab, stiegen die Privatinsolvenzen um drei auf 56 Privatkonkurse. Ein Anstieg, der laut Weinhofer auch bis zum Jahresende in dieser Form weitergehen wird.

Die Insolvenzursachen sind dabei meist ein Mix aus mehreren Gründen. Jobverlust führt oft dazu, dass man den Blick auf die finanzielle Situation verliert. Dazu kommen oft Konsumdruck, Scheidung und Krankheit

x  |  NOEN, Grafik: NÖN

en.