Erstellt am 18. September 2015, 10:44

von APA Red

Bezirksauflösung: Gerasdorf macht mobil. Gerasdorf bei Wien macht im Zusammenhang mit den Plänen um die Auflösung des Bezirks Wien-Umgebung im Jahr 2017 mobil.

NOEN, zVg
Bis Sonntag finden eine Bürgerbefragung und ein Online-Voting (www.gerasdorf-wien.gv.at) für die Bewohner der mehr als 10.000 Einwohner zählenden Stadtgemeinde statt. Auf der Website tendierte die Bevölkerung bei einer neuen Bezirkszuordnung klar zu Korneuburg.

Ergebnis der Befragung soll nächste Woche ans Land

Die Bürgerbefragung finde am Freitag im Rathaus, am Samstag (10.00 - 16.00 Uhr) beim Gerasdorfer Stadtlauf und am Sonntag (10.00 - 16.00 Uhr) in den Wahllokalen in jedem der fünf Ortsteile statt, sagte Bürgermeister Alexander Vojta (SPÖ) im Gespräch mit der APA. Er ortet großes Interesse der Bevölkerung.

Mit dem Ergebnis der Bürgerbefragung wollen sich alle im Gemeinderat vertretenen Parteien schon kommende Woche an das Land Niederösterreich mit dem Ersuchen um Berücksichtigung wenden. Der Beschluss zur Auflösung des Bezirks Wien-Umgebung ab 2017 soll in der Landtagssitzung am Donnerstag (24. September) gefasst werden.

Korneuburg und Mistelbach werden präferiert

Beim Online-Voting, das laut Vojta seit Donnerstagnachmittag läuft, wurden bis Freitagvormittag (gegen 10.30 Uhr) 782 Stimmen abgegeben. Dabei entfielen 606 (77,5 Prozent) auf Korneuburg, 159 (20,3 Prozent) auf Mistelbach und nur 17 (2,2 Prozent) auf Gänserndorf.

"Die Stadtgemeinde Gerasdorf wird in Gesprächen und Verhandlungen im Land Niederösterreich alles daran setzen, dass einer der beiden erstgereihten Vorschläge zum Zug kommt, aber keinesfalls der drittgereihte", heißt es auf der Website.

Vojta hatte bereits Ende vergangener Woche betont, nicht grundsätzlich gegen Reformen zu sein, diese müssten jedoch dem Bürger mehr Nutzen bringen. Er bestehe auf eine Volksbefragung, damit die Gerasdorfer Bevölkerung selbst entscheiden könne, welcher der drei Nachbarbezirke die meisten Vorteile bringe. Zudem müsse eine Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft bestehen bleiben, unterstrich der Bürgermeister am Freitag.