Erstellt am 23. März 2016, 05:04

von Markus Glück

„Bin der Erste, der von Tür zu Tür geht“. Stadtchef Helmut Laab kämpft gegen drohende Ausdünnung und fordert Fraktionen zur Unterstützung auf.

Vonseiten des Landes verweist man auf die Standortgarantie für das Landesklinikum Stockerau.  |  NOEN, Markus Glück

Die NÖN-Exklusivgeschichte über die Schließung des Schlaflabors löste in der Stadt nicht nur Sorge um den Klinik-Standort, sondern auch Unverständnis aus. „Ich habe mir vor zwei Jahren einen Termin im Schlaflabor ausgemacht, vergangene Woche fand er dann statt“, ist der Stockerauer Josef Glack einer der bis zu 400 Patienten, die jahrelang auf einen Termin warten. Für Glack ist die Schließung „grob fahrlässig“: „Man betreibt hier eine regelrechte Ausdünnung.“

Die letztwöchige NÖN-Geschichte führte in der letzten Gemeinderatssitzung auch zu einem Dringlichkeitsantrag der ÖVP. „Die NÖN ziehen in ihrem Aufmacher den Schluss, das dies bereits ein Vorbote der Schließung des Krankenhauses sein könnte“, so der Antrag der Stadt-Schwarzen.

„Ich hoffe, dass mich alle Fraktionen unterstützen"

Um die Situation endgültig zu klären, hat der Stadtchef Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka um einen Termin ersucht. Laab gibt sich kämpferisch: „Ich hoffe, dass mich alle Fraktionen unterstützen. Ich bin der Erste, der den ganzen Tag unterwegs ist und von Tür zu Tür geht und dann mit 20.000 Unterschriften nach St. Pölten fährt.“

Bemüht, für Beruhigung zu sorgen, ist Florian Liehr, Pressesprecher des zuständigen Landesrats Karl Wilfing: „Es gibt eine Standortgarantie. Derzeit gibt es keine Überlegungen zu einer Schließung.“

Mehr in der aktuellen Korneuburger NÖN.