Bisamberg , Langenzersdorf

Erstellt am 18. April 2017, 09:24

von Bernhard Preineder

Bürgerinitiative: Kampf gegen Goliath. Auf www.lelog.at kann man sich Bewegung gegen das Postzentrum anschließen. Bleibt die Frage: Wer hat längeren Atem?

Mit Transparenten zeigen die Anrainer ihren Unmut über das Postzentrum. Eine Bürgerinitiative fordert das Aus des Projekts.  |  NOEN, privat

„Wenn es sein muss, gehen wir bis zum Europäischen Gerichtshof.“ Die Initiatorin der Bürgerinitiative gegen das Postverteilerzentrum, Brigitte Etzelsdorfer, gibt sich im NÖN-Gespräch kämpferisch. Rechtlich unterstützt wird ihre Bewegung vom Anwaltsbüro List. Am 27. April um 19 Uhr findet dazu eine Informationsveranstaltung in der Schlossveranstaltungshalle statt.

Für Etzelsdorfer ist die Bewegung überregional. „Mittlerweile haben sich über 100 Familie der Initiative angeschlossen, auch aus Langenzersdorf oder Klein-Engersdorf, die ebenso um die Lebensqualität fürchten, wie überhaupt die Menschen in der ganzen Region.“

Aber was will man konkret bezwecken? Kann man gegen den langen Atem des „Goliath“ Post überhaupt bestehen? Und was soll dann aus dem Grundstück werden? Etzelsdorfer stellt definitiv klar: „Wir wollen das Projekt stoppen. Es ist tatsächlich ein Kampf zwischen David und Goliath. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass man uns recht geben wird. Wir haben auch schon den Bürgeranwalt eingeschalten.“ Das Grundstück selbst soll zu einer Grünzone werden. „Wenn es möglich wäre, würden wir es gerne freikaufen“, ringt sie sich ein Lächeln ab.

Etzelsdorfer wartet mit einem Gegenvorschlag zur Güte auf: „Warum könnte man hier nicht einen Golfplatz errichten oder Gärtnereibetriebe ansiedeln? Das würde allen helfen und für Langenzersdorf auch Kommunalsteuern bringen.“