Erstellt am 18. November 2015, 09:20

von Veronika Löwenstein

Bisamberger erlebte den Terror mit. Richard Prochazka (29) war am Freitag in dem Viertel unterwegs, wo sich die Anschläge ereigneten.

Kurz nach den Anschlägen auf das Redaktionsbüro von Charlie Hebdo hat sich der Bisamberger Richard Prochazka für das Auslandsstudium in Paris entschieden, im Bild ist er auf dem Arc de Triumphe zu sehen.  |  NOEN, zVg

„20 Meter können alles entscheiden, das ist das Absurde. Ich habe realisiert, wie schmal der Grat zwischen Tod und Leben ist.“ Richard Prochazka ist dem Terroranschlag in Paris nur knapp entkommen. Der 29-Jährige aus Bisamberg hat Bildungskarenz genommen und studiert in Paris. An diesem Freitag war er mit Freunden genau in jenem Viertel unterwegs, in dem sich die Anschläge ereigneten.

„Meine Uni ist in der Nähe und das ist das Viertel, in dem wir immer fortgehen“, erzählt der junge Mann im NÖN-Gespräch. Die Métro-Station, an der er sich an jenem Abend um 21 Uhr mit Freunden treffen wollte, liegt nur 150 Meter von der Konzerthalle Bataclan entfernt, wo es die meisten Todesopfer gegeben hat. Prochazka war etwas spät dran, schon bei der Hinfahrt informierten ihn Freunde über WhatsApp über eine Schießerei in der Nähe der Station „Oberkampf“.

„Man fühlt sich anfangs gar nicht betroffen, wir haben an eine Streiterei gedacht“, schildert der Bisamberger seine ersten Gedanken. Erst als hinter ihm die Métro geschlossen wurde und sich die Nachrichten verdichteten, dachte er an ein Attentat. „Wir hatten aber keine Vorstellung von diesem Ausmaß.“ Wie der Bisamberger die dramatischen Ereignisse erlebte, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Korneuburger NÖN.