Erstellt am 23. Oktober 2015, 05:02

von Markus Glück

Die verwirrende Geschichte der Stadt. Sabine Janik schreibt zur Eröffnung der Bibliothek die Stadtgeschichte neu. Eine verwirrende Reise mit Wendelin Wupp.

Stadtamtsdirektorin Maria-Andrea Riedler und Sabine Janik präsentieren die gefundenen Geheimakten.  |  NOEN, Markus Glück

Zur Eröffnung der neuen BelvedereBücherei am Nationalfeiertag, 26. Oktober, ließen sich die Leiterin der Stadtbücherei, Sabine Janik, und Stockeraus Stadtamtsdirektorin Maria-Andrea Riedler etwas Besonderes einfallen.

„Wir haben bei den Renovierungsarbeiten im Belvedere-schlössl Geheimakten aus einem Kaminschacht geborgen“, schmunzelt Janik im NÖN-Gespräch, „diese Akten schreiben die Geschichte der Stadt neu und daher haben wir uns entschlossen, darüber ein Buch zu schreiben.“

„Wir haben bei den Renovierungsarbeiten 
im Belvedereschlössl Geheimakten aus
einem Kaminschacht geborgen.“
Sabine Janik, Stadtbibliothek

In „Gut is gangen, nix ist geschehn“ geht es um die Romanfigur Wendelin Wupp, der sich dank der Geheimakten in 14 Kapitel auf eine fantastische Reise durch das historische Stockerau begibt. Er findet Hinweise auf die Zehe des Koloman, erfährt, dass der Walzerkönig in Stockerau in eine Messerstecherei geraten ist, rettet so nebenbei die Lipizzaner und gibt berührende Einblicke in die Nachkriegszeit.

Dabei ist es der Autorin wichtig, Erfundenes und Historisches zu mischen und den Stockerauern auf unterhaltsame Weise die Stadtgeschichte näher zu bringen. „Was wäre gewesen, wenn es nicht so, sondern ganz anders gekommen wäre?“, eröffnet Sabine Janik das Spiel mit der Fantasie.

Sollte sich der Leser dann endgültig im Labyrinth der historischen Tatsachen und der erfundenen Geschichten verirren, bietet Co-Autorin Maria-Andrea Riedler im zweiten Teil die Spurensuche am Originalschauplatz, wo Fakten zu Fakten und Tatsachen zu Tatsachen gereiht werden und die Stockerauer Welt wieder in Ordnung ist.