Erstellt am 01. Februar 2016, 06:33

von Bernhard Preineder

Bürger zweiter Klasse? Ortschef will mehr Gerechtigkeit!. Wenn die Bisamberger den Wienern gleichgestellt wären, würde alleine das der Gemeinde 600.000 Euro mehr bringen.

Trettenhahn will mehr Gerechtigkeit: »Jeder Bürger ist doch gleich viel wert.«  |  NOEN, Foto: Pawlicki

400.000 Euro mehr an Bedarfszuweisungen könnte die Gemeinde lukrieren, wenn sich Nebenwohnsitzer als Hauptwohnsitzer registrieren lassen würden. 600.000 Euro mehr würde es dazu noch geben, wenn die Bürger von Bisamberg ihren Wiener Nachbarn gleichgestellt werden würden. Denn zurzeit bekommt die Hauptstadt mehr Anteile pro Einwohner.

Gerechtfertigt würde dies unter anderem , mit höheren Aufwendungen durch die Reparatur von Kriegsschäden in den großen Städten. Nicht nur für Bürgermeister Günter Trettenhahn sind diese Argumente längst überholt.

"Jeder Bürger ist gleich viel wert"

Bereits im letzten September verfasste die Marktgemeinde eine Resolution mit dem Tenor: Jeder Bürger ist gleich viel wert. Die Adressaten: Parlamentsdirektion, Landeshauptmann, Bundeskanzleramt etc. Trettenhahn: „Es gab vereinzelte Rückmeldungen, die sich lediglich darauf beschränkten, dass der Empfang bestätigt wurde und man diverse Ausschüsse damit befassen werde.“ Konkretes zum Thema gab es aber nicht.

Bei einem Bürgermeistertreffen in Alpbach traf Trettenhahn den Präsidenten des österreichischen Gemeindebundes, Helmut Mödlhammer. „Er hat mir vergewissert, dass Gespräche zu dem Thema in Gange wären. Viel darf man sich aber nicht davon erwarten“, so der Ortschef. Er hofft auf die Verhandlungsrunde zum Thema Finanzausgleich im Jahr 2017: „Denn“, so meint er „Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt.!“