Erstellt am 24. September 2015, 06:07

von Bernhard Preineder

C21: Verfahrene Situation. Der Weg zum C21 ist laut SPÖ riskant, da Steg über Damm abgerissen wurde. ÖVP spricht von einer „aufgewärmten G’schicht“.

Der 10.000 Euro teure Steg liegt nun zerlegt auf einer Wiese neben dem Einkaufszentrum. Das Geld wäre besser gespendet worden, meint die SPÖ. Foto: privat  |  NOEN, privat

Von einem Schildbürgerstreich der Gemeinde spricht die SPÖ, von einem „alten Hut“ die ÖVP. Grund: Als seinerzeit der Hochwasserschutz Klausgraben errichtet wurde, konnte man das Einkaufszentrum C21 an der Grenze zu Wien nur mehr schwer erreichen.

Man war gezwungen, einen Umweg über die viel befahrene Prager Straße zu machen, wo es wiederum weder einen Fahrrad- noch einen Fußweg gibt.

Das C21-Management errichtet daraufhin einen Steg aus Metall über den Damm. „Diese Maßnahme geschah zuerst in Abstimmung mit der Gemeinde Langenzersdorf, dennoch hat die ÖVP um Bürgermeister Arbesser diesen Steg unverständlicherweise nach kurzer Zeit wieder abreißen lassen. Dieser liegt nun zerlegt auf einer Wiese neben dem Einkaufszentrum“, ärgern sich SPÖ-Obmann Wolfgang Motz und sein Stellvertreter Christoph Baumgärtel und sprechen von Gefahr in Verzug.

SPÖ will Gespräche mit Floridsdorf führen

„Wir wollen jetzt die damals einseitig von der ÖVP abgebrochenen Gespräche mit dem inzwischen neuen Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) wieder aufnehmen und uns für die Errichtung eines Geh- und Fahrradwegs einsetzen“, versprach Motz, der nicht hinnehmen will, dass Anrainer und Kinder auf der unbefestigten Straße ihr Leben riskieren.

„Von Wiener Seite scheint man die Sicherheit der Bürger offenbar ernster zu nehmen. Und die rund 10.000 Euro, die die Dammbrücke das C21 gekostet hat, wären wohl auch besser an eine karitative Organisation gespendet worden“, ergänzte Baumgärtel.

„Das sind doch alles alte und jetzt wieder aufgewärmte Geschichten“, wundert sich VP-Bürgermeister Andreas Arbesser über die plötzlich wiederaufgeflammten Aktivitäten der SPÖ. Er erinnert sich: „Von Wiener Seite gab es keine Zustimmung zur Errichtung eines Geh- und Fahrradwegs, und der Steg wurde auf Privatgrund errichtet. Es gab damals Anrainer, die dafür waren, aber auch viele, die sich dagegen ausgesprochen haben.“