Erstellt am 18. April 2016, 08:32

von Markus Glück

Campus Weinviertel: Bald erster Studiengang?. Gemeinderat gibt eine Machbarkeitsstudie über die Entstehung eines Fachhochschul-Standorts in Auftrag. Geht Plan auf, startet das Projekt im Wintersemester 2017.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Mit der Beauftragung einer Machbarkeitsstudie wurde der nächste Schritt für eine mögliche Ansiedlung einer Fachhochschule in Stockerau getätigt.

Die Studie, die rund 20.000 Euro kosten und von der Stadt und einem privaten Verein finanziert wird, dient als Voraussetzung für das Land und den Bund. Der Anteil der Stadt soll zudem durch ein LEADER-Projekt unterstützt werden.

Bereits Diskussionen um die Urheberschaft

Das Projekt „Campus Weinviertel“ wird auf mehrere Säulen aufgebaut. Neben einem Gründer- und Forschungszentrum soll eine Fachhochschule mit Schwerpunkt Umwelttechnik und eine HTL angesiedelt werden.

Für die Stadt wäre ein FH-Standort ein enormer Vorteil, so Initiator VP-Stadtrat Christian Moser. Nicht nur, dass die Betriebe über beste Technologie verfügen würden, hätte die Jugend auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Moser: „Der HTL-Standort ist wahrscheinlich am schwierigsten umzusetzen.“

Während das Projekt „Campus Weinviertel“ noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es aber auch schon Diskussionen um die Urheberschaft. Der zuständige VP-Stadtrat und Initiator des Projekts Christian Moser spricht dabei ein Zitat von SP-Bürgermeister Helmut Laab in der NÖN an. Damals sagte Laab: „Ich möchte auch betonen, dass nicht nur Herr Moser in der Sache aktiv ist. Das ist eine schiefe Darstellung, die so nicht ganz korrekt ist.“

Seit sieben Jahren kein neuer FH-Standort

Die Debatte in der letzten Gemeinderatssitzung nutzte Moser auch, um sich bei allen Mitstreitern zu bedanken. Zeitgleich sprach er abermals die Schwierigkeiten an: „Seit sieben Jahren hat keine Stadt eine neue Fachhochschule bekommen.“ Bereits im April soll es mit einer bestehenden FH weitere Gespräche über eine Zusammenarbeit geben.

Indes hofft auch VP-Jugendgemeinderat Gregor Hetzendorfer auf eine Umsetzung: „Es ist ein steiniger Weg. Wir sollten die Chance aber nutzen, wenn eine bestehende FH diesen mit uns gehen möchte. Wichtig ist, dass wir konsequent dranbleiben.“ Geht der Plan auf, könnte es bereits im Wintersemester 2017 einen ersten FH-Studiengang in Stockerau geben.