Erstellt am 29. September 2015, 06:07

von Christian Simon

Clubbing angezeigt: „Fühlen uns verarscht“. Gastronomen-Bündnis zweifelt an der Gemeinnützigkeit der Jugend Hetzmannsdorf und hält eine Reithalle für das „Grand Slam“ für ungeeignet. Jugend weist die Vorwürfe zurück.

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Am Samstag (3. Oktober) geht das Clubbing „Grand Slam“ in die 16. Runde. Im Vorfeld müssen sich die Veranstalter aber mit einer Anzeige herumschlagen.

Gastronomie-Bündnis geht es vor allem um Fairness

Das „Bündnis Der Gastronomie Österreichs“ (BDGA) zweifelt nämlich an der Gemeinnützigkeit des veranstaltenden Vereins, der „Jugend Hetzmannsdorf“. Eine gemeinnützige Verwendung der Einnahmen ist für Vereine Voraussetzung für die Veranstaltung eines solchen Fests.

Außerdem sei der Veranstaltungsort, eine Reithalle, nicht für ein derartiges Event geeignet. „Bis jetzt hat es immer funktioniert, weil die Gemeinde und die BH wegschauen, aber wir schauen hin“, so Manfred Mader, Obmann des BDGA.

Dem Bündnis geht es hier vor allem um Fairness: „Wir Gastronomen müssen uns auch an Regeln halten, aber bei den Vereinen sind diese anscheinend nicht so streng. Außerdem ist es ja auch unfair gegenüber Vereinen, die die Gemeinnützigkeit tatsächlich erfüllen. Ganz ehrlich, die Gastronomie fühlt sich langsam verarscht“, ärgert sich Mader.

„Die Halle ist vom Bausachverständigen als
Veranstaltungshalle abgenommen, wir haben
extra einen Blitzschutz installiert“
Thomas Gschwent

Bei der Jugend Hetzmannsdorf weiß man noch nichts von der Anzeige. „Ich bin eigentlich überrascht. Letztes Jahr wurde uns die Gemeinnützigkeit rückwirkend entzogen. Um diese wieder zu gewährleisten, haben wir dann unsere Statuten geändert. Die Halle ist vom Bausachverständigen als Veranstaltungshalle abgenommen, wir haben sogar extra noch einen Blitzschutz installiert. Mehr kann ich dazu nicht sagen, wir werden mal abwarten, bis die Anzeige bei uns eintrifft“, weist Thomas Gschwent, der stellvertretende Kassier der Jugend Hetzmannsdorf, die Anschuldigungen zurück.

„Die Anzeige ist erst kürzlich bei uns eingegangen“, weist Bezirkshauptmann Waltraud Müllner-Toifl hin. Natürlich werde jeder Anzeige nachgegangen.

„Als Erstes wird nun geprüft, ob hier Gewerbetätigkeiten stattfinden“, erklärt sie, „ein Verein, der gemeinnützig tätig ist, darf drei Tage im Jahr gewerbliche Tätigkeiten ausführen. Falls heraus kommt, dass Gewerbetätigkeiten stattfinden, wird dann die Betriebsstätte, also die Reithalle, geprüft, ob sie für so eine Veranstaltung geeignet ist.“