Erstellt am 20. April 2016, 04:04

von Veronika Löwenstein

Coup vereitelt: Diebe hatten den FF-Motor im Visier. Nach dem letzten Diebstahl des Bootmotors hatte die Feuerwehr vorgesorgt.

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Wieder einmal hatten es Diebe auf den Außenbordmotor des Feuerwehrrettungsbootes abgesehen. Doch diesmal konnte der Diebstahl rechtzeitig vereitelt werden.

"1.000 Euro pro PS"

Schon zweimal wurde Boote der Freiwilligenorganisation Opfer von Dieben. Vor vier Jahren fehlte der Motor des Arbeitsrettungsbootes, vor zwei Jahren wurde der 40 PS starke Motor des Feuerwehrrettungsbootes gestohlen. „Man rechnet pro PS ungefähr mit 1.000 Euro“, gibt FF-Kommandant über den Wert eines Motors Auskunft.

Letzte Woche wollten die Diebe erneut zuschlagen. Vermutlich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag machten sie sich ans Werk. Doch sie hatten die Rechnung ohne die Feuerwehr gemacht. Die hatte nämlich nach dem letzten Coup vorgesorgt und eine spezielle Verriegelung angebracht, durch die die Befestigungsschrauben nicht so leicht zu lockern sind. „Sie konnten nur eine Schraube lösen“, ist Schuster erleichtert.

"Diebe wurden nie gefasst"

Am nächsten Tag verständigte der Motorbootclub die Feuerwehr, weil ihnen die seltsame Verheftung des Bootes auffiel. Bei genauerer Begutachtung fand man auf der Böschung Pfosten und Platten, die die Diebe ausgelegt hatten, um den Steg zu erreichen und ihr Diebesgut abzutransportieren. „Sie wären bestimmt wiedergekommen“, folgert der Feuerwehrchef. Als Vorsichtsmaßnahme haben die Florianis das Boot aus dem Wasser geholt. „Die Diebe vom letzten Mal wurden meines Wissens nie gefasst“, so Schuster.