Erstellt am 10. Februar 2016, 05:03

von Veronika Löwenstein

„Das Feintuning läuft“. Seit der Fahrplanänderung der Bahn funktioniert die Anbindung an die Busse nicht einwandfrei. VOR arbeitet an Lösung.

Bahn und Bus sollen besser aufeinander abgestimmt werden, verspricht der VOR.  |  NOEN, Glück

„VOR und ÖBB dürften nicht miteinander reden“, ärgert sich Grüne-Mobilitätsstadträtin Elisabeth Kerschbaum. Den Grund für den Ärger erleben die Pendler tagtäglich: Die Busfahrpläne haben sich nicht an den neuen ÖBB-Fahrplan angepasst, der im Dezember wirksam wurde. „Ein Zug aus Wien kommt jetzt zwei bis drei Minuten später, der Bus ist da schon weg“, veranschaulicht sie das Dilemma.

Zwar sei Kerschbaum in einer Besprechung mit dem VOR (Verkehrsverbund Ost-Region) zugesichert worden, dass die Busse warten, „das tun sie aber nicht.“ Versuche der Kontaktaufnahme mit dem VOR blieben bis jetzt ergebnislos. „Ich habe angefragt, ob die neuen Fahrpläne noch berücksichtigt werden, aber keine Antwort erhalten“, schüttelt sie den Kopf. Auch ein zweites Mail blieb einfach unbeantwortet.

Busfahrpläne werden laufend optimiert

VOR-Sprecher Georg Huemer wundert sich über Kerschbaums Vorwürfe. „Wir haben grundsätzlich ein gutes Einvernehmen, aber seit der Fahrplanänderung der Bahn gab es keine Korrespondenz“, hat er sich kundig gemacht. Über die grundsätzliche Problematik wüsste man aber Bescheid, bestätigt Huemer. „Aufgrund der engen Busfahrpläne besteht in manchen Fällen Optimierungsbedarf“, weiß er.

Gemeinsam mit den Busbetreibern sei man gerade dabei, dieses „Feintuning“ umzusetzen. „Das passiert laufend“, erklärt er. Ganz so einfach sei das aber nicht, gibt er zu denken. „Wir müssen auf die Schulen und die Bahn Rücksicht nehmen. Das widerspricht sich manchmal“, veranschaulicht er, warum man Busabfahrtszeiten nicht einfach beliebig verändern kann. 2017 würden aber sämtliche Busfahrpläne neu ausgeschrieben, „dafür sind solche Rückmeldungen wichtig.“