Erstellt am 24. Dezember 2015, 05:28

von Michaela Höberth

Dauerparkern wird Kampf angesagt. Private Sicherheitsfirma soll Kurzparkzone vermehrt kontrollieren. Autofahrer müssen künftig Parkuhr stellen.

Künftig wird strenger kontrolliert.  |  NOEN, Jojoo64 /shutterstock.com

Wo kein Kläger, da kein Richter – das gilt auch für die Kurzparkzone im Ortszentrum. Mit einem Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat nun einen ersten Schritt zu strengeren Kontrollen gesetzt: Man tritt in Kontakt mit den Behörden, um die Möglichkeiten auszuloten. „Es gibt viele Dauerparker. Dadurch stehen die Parkplätze nicht für die Kunden zu Verfügung“, so VP-Bürgermeisterin Magdalena Batoha.

Die Idee von Mobilitätsmanager VP-Gemeinderat Rudolf Göttinger: „Ein privater Sicherheitsdienst soll kontrollieren, dafür braucht es ein zertifiziertes Unternehmen. Es wird aber keinen Automaten geben, die Leute müssen eine Parkuhr einstellen“, stellte er seine Lösung vor.

Göttinger : "Totalüberwachung ist nicht das Ziel"

Eine Totalüberwachung sei nicht das Ziel, machte Göttinger gegenüber dem Gremium klar: „Es soll eine Lenkung sein. Die Leute sollen wissen, dass kontrolliert wird.“ Strafen seien dabei nicht wünschenswert, aber sehr wirksam. Die Autofahrer sollen langsam an die Änderung herangeführt werden; Göttinger will mit Zetteln und in der Gemeindezeitung informieren.

SPÖ, LKR und Grüne gaben der Sache gerne ihre Stimme. Zweifel hatten jedoch die Grünen: „Wir leben am Land, und das soll auch so bleiben“, kritisierte Parteiobmann Kurt Pausackerl. Auch Grünen-Sprecherin Alexandra Adler war von dem Vorhaben wenig begeistert; sie wollte es lieber zuerst mit einer Bewusstseinskampagne bei den Autofahrern versuchen. „Auf Parkuhren hinweisen können wir auch“, machte auch Mandatar Rudolf Stroissnig aus seiner Skepsis keinen Hehl. Die Partei sprach sich geschlossen gegen den Grundsatzbeschluss aus.