Erstellt am 29. September 2015, 06:32

von Bernhard Preineder

Debatte um Oldtimertreffen-Aus: „Kategorie Münchhausen“. Korneuburgs Baustadtrat fühlt sich vom Organisator des Oldtimertreffs angegriffen undspricht von Unwahrheiten. Bürgermeister ist um Schadensbegrenzung bemüht.

Bürgermeister Gepp setzt auf Überzeugungsarbeit. Foto: Preineder  |  NOEN, Preineder

Ein mittleres Nachbeben löste der NÖN-Bericht über das „Aus“ des Oldtimertreffens aus. Günter Schöller warf überraschend das Handtuch, weil, wie er sagte, ihm seitens der Stadt und der Wirtschaft Prügel vor die Füße geworfen worden wären. Personen wollte er nicht nennen.

NÖN.at hatte berichtet:

VP-Baustadtrat Hubert Holzer sah sich dennoch angesprochen. „Niemand hat ihm Prügel vor die Füße geworfen, das Gegenteil war der Fall“, so der ÖVP-Politiker.

Er listet auf: Die teilweise Sperre des Hauptplatzes (im Gegensatz von der gewünschten vollkommenen Sperre) diente dazu, um mehr Besucher ins Zentrum zu holen. Die Totalsperre vor dem Gericht und auf dem Sefraparkplatz von 6 bis 24 Uhr hätte vollkommen ausgereicht. Zudem hätte man während dieser Zeit auf die Parkgebühren verzichtet und die Veranstaltung selbst noch mit 4.000 Euro subventioniert.

Zum Vorwurf, dass 60 Teilnehmern abgesagt werden musste, erklärt Holzer: „Das möchte ich nicht näher kommentieren, das fällt in die Kategorie „Münchhausen“!“

Und beim Festzelt kann er sich nur daran erinnern, dass die Aufstellung zwar genehmigungspflichtig gewesen wäre, dies jedoch in den letzten neun Jahren aus Gründen, die scheinbar niemandem aufgefallen wären, unterlassen wurde und er selbst deshalb auch keine weiteren Maßnahmen gesetzt hatte.

„Habe bereits ein sehr gutes Gespräch geführt“

Holzer spricht deshalb von „an den Haaren herbeigezogenen Unwahrheiten“ und distanziert sich davon. Dennoch werde es auch nächstes Jahr ein Oldtimertreffen geben. „Mit oder ohne Herrn Schöller“, ist sich der Stadrat sicher.

Stadtchef Christian Gepp war um Schadensbegrenzung bemüht und führte bereits, wie er sagte, ein sehr gutes Gespräch mit Schöller. „Wir sind Mitorganisatoren und daran interessiert, dass das Event auch weiterhin in Korneuburg stattfindet.“ Er will bei der nächsten Vereinssitzung des Clubs dabei sein und dabei noch so manches Missverständnis aufklären.