Erstellt am 09. Januar 2016, 05:38

von Josef Christelli

Dem Ortsbild zuliebe. Ohne Zustimmung der Gemeinde geht nichts mehr: Mit sofortiger Wirkung hat Gemeinderat eine Bausperre beschlossen.

ÖVP-Sprecher Gerald Holzmann, Ortschef Josef Zimmermann, SPÖ-Vorsitzender Franz Schnecker und Amtsleiter Anton Rötzer sind sich über die Bausperre einig.  |  NOEN, Christelli

Die Marktgemeinde hat eine generelle Bausperre beschlossen. Diese betrifft das Bauland-Wohngebiet und auch Bauland-Agrar und soll zur Sicherstellung des neuen Bebauungs- und Flächenwidmungsplans dienen. Sie wird nach der Rechtsgültigkeit wieder aufgehoben werden. „Wir wollen eine strukturverträgliche Entwicklung unserer Gemeinde mit der Berücksichtigung der Infrastruktur und des Ortsbildes anstreben“, so der Ortschef.

Hintergrund ist ein Projekt in Großrußbach: Es handelt sich um kleine Bauplätze, Garten und Aufschließungsweg sind nicht vorhanden. Um die Ortsstruktur zu erhalten und dem Projekt einen Riegel vorzuschieben, ist der Baustopp auch dringlich gewesen. Eine Verordnung darüber ist mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten und gilt für das gesamte Gemeindegebiet, also auch die Katastralgemeinden.

Mit Einverständnis darf gebaut werden

Das heißt jedoch nicht, dass nicht mehr gebaut werden darf: „In allen Orten darf gebaut werden, aber nur mit unserem Einverständnis“, macht Zimmermann klar. Bauwerber sollten daher bei den Gemeindemandataren oder im Gemeindeamt nachfragen, sobald sie ein Projekt planen.

Der Bauausschuss und der Gemeinderat haben sich noch in einer zweiten Bauangelegenheit geeinigt: Gewerbliche Bauvorhaben werden ab sofort gleich an die Bezirkshauptmannschaft abgetreten, um solche Projekte zu beschleunigen.