Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:02

von Veronika Löwenstein und Markus Glück

Flüchtlinge: Bezirkgericht und Arche nicht geeignet. Weiterhin keine Entscheidung, wo Container aufgestellt werden können. Im altem Gericht fehlen die Sanitäranlagen.

Das Landespflegeheim Stockerau hat für Flüchtlings-Container zu wenig Platz zur Verfügung. Glück  |  NOEN

Neuigkeiten gibt es in der Lenaustadt bei der Suche nach einem geeigneten Container-Standort für Flüchtlinge.

Wie von der NÖN berichtet, sucht die Stadt derzeit fieberhaft nach einem Ort, wo diese für rund 60 Flüchtlinge aufgestellt werden können. Insgesamt fünf Plätze kamen dabei in Frage, darunter auch die Arche.

Laut Informationen aus dem Büro von SP-Asyl-Landesrat Maurice Androsch heißt es, dass der Platz beim Landespflegeheim Arche nicht infrage kommt. „Dort ist einfach zu wenig Platz“, so Androsch-Sprecher Anton Heinzl junior. Da keine Sanitäranlagen vorhanden sind, können auch im ehemaligen Bezirksgericht keine Flüchtlinge untergebracht werden.

„Aufgrund der großen Nachfrage sind Container derzeit aber generell schwer zu bekommen“, so Heinzl, „zwischen Gemeinde und Arbeiter-Samariterbund werden derzeit andere Alternativen erörtert.“

Prüfung von Transitlager ist abgeschlossen

Indes ist auch die Prüfung eines Transitlagers in den ehemaligen Hallen der Firma deWitt abgeschlossen. Das Rote Kreuz hat das ehemalige deWitt-Gebäude vor 14 Tagen unter die Lupe genommen.

„Wir wurden von der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg gebeten, das Gebäude gemäß des Kriterienkatalogs zu überprüfen“, so Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Peter Tesarek. Die Beurteilung, ob die sich die Räumlichkeiten für die Unterbringung von Flüchtlingen eignen, liege nicht in der Kompetenz des Rotes Kreuzes. „Die Schlussfolgerung muss jetzt die BH ziehen“, betont Tesarek. Das Gebäude müsse aber in jedem Fall adaptiert werden, soviel könne er mit Sicherheit sagen, „es ist definitiv nicht so, dass morgen Leute einziehen können.“

„Zuständig für diese Entscheidung ist das Land, vom Innenministerium ist Stockerau nicht als Transitquartier vorgesehen“, so Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck.