Erstellt am 02. März 2016, 05:04

von Veronika Löwenstein

Flüchtlinge müssen als Strafe umsiedeln. Helle Aufregung herrschte letzte Woche im Containerdorf in Korneuburg, wo 60 Asylwerber untergebracht sind.

 |  NOEN, zVg

Am Samstag trudelte eine Anweisung vom Land NÖ ein, dass zwei Familien ihr neues Quartier am folgenden Montag wieder verlassen müssen und umgesiedelt werden.

Die Maßnahme war eine Strafaktion für die Vorfälle im Berndl-Bad, wo sieben Asylwerber Mitte Jänner Unruhe gestiftet hatten. Dabei hatte sich im Containerdorf eine funktionierende Gemeinschaft gebildet.  Kinder wurden durch den plötzlichen Umzug aus der Schule gerissen und konnten sich nicht einmal mehr verabschieden. Nachdem freiwillige Helfer protestiert hatten, wurde der Umzug von drei weiteren Familien gestoppt.

„Plötzlich waren von elf Teilnehmern zwei einfach nicht mehr da“, schildert Christine Stroissnig, die die Asylwerber in Deutsch unterrichtet hatte. Was die Helfer vor allem sprachlos machte, war die Tatsache, dass die Familien quasi auf die Straße gesetzt wurden. Das Betreuerteam und freiwillige Helfer organisierten schließlich den Gepäcktransport. Laut des NÖ Flüchtlingskoordinators werde derzeit geprüft, ob die Familien wieder zurückkommen dürfen. 

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