Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:02

von Veronika Löwenstein

Container-Dorf wird Ende Oktober fertig. Bis Ende der Woche sollen 100 Jugendliche in die SDV-Schule einziehen. Mit der Aufstellung der Container wurde begonnen.

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Die ersten 20 unbegleiteten Flüchtlinge sind am Sonntag in der ehemaligen SDV-Schule eingetroffen.

Der Rest der insgesamt 100 Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren soll bis Ende der Woche folgen. Betreut werden sie 24 Stunden von der Firma ORS, die auch für Traiskirchen zuständig ist.

Auf einer Wiese in der Liese- Prokop-Straße zwischen AHS und SPZ sind schon letzte Woche die Bagger aufgefahren, um den Platz für das Containerdorf zu ebnen. „Es handelt sich dabei um eine Wiese, die vom Landesjugendheim betreut wird, die wir aber nicht benutzen“, erklärt Direktorin Susanne Sellnar. „Bei der Platzierung wurde auf das Generationenprojekt, also den Neubau des Jugend- und Pflegeheims, Rücksicht genommen“, erklärt VP-Bürgermeister Christian Gepp die Wahl des Standorts.

„Keine Steigerung der Kriminalitätsrate"

Am Mittwoch wird mit dem Aufbau der 40 Container begonnen, in dem 60 Personen Platz finden werden. Die restlichen 30 Asylwerber werden in den freistehenden Dienstwohnungen des Landesjugendheims, die gerade adaptiert werden, ein neues Zuhause finden. Bis die Container bezugsbereit sind, wird es aber noch dauern, führt Christian Kogler von der betreuenden Firma SLC aus. Die Installationen müssen noch gemacht werden, ehe die Einrichtung folgt. „Wir rechnen damit, dass die Container zwischen 20. und 25. Oktober bezugsfertig sind“, so der Experte.

Kogler geht davon aus, dass Familien und unbegleitete Minderjährige einziehen werden, schränkt aber ein, dass er die Entscheidung nicht trifft. Jedenfalls werden auch die Wünsche der Gemeinde berücksichtigt. „Die Gemeinden, die sich von sich aus gemeldet haben, werden sicher ein bisschen rücksichtsvoller behandelt als jene, bei denen das Durchgriffsrecht greift“, so Kogler. Allfälligen Ängsten der Bevölkerung hält Kogler seine Erfahrung vor Augen: „Es hat sich gezeigt, dass es in der Unterbringung oder im Umfeld zu keiner Steigerung der Kriminalität kommt.“