Erstellt am 28. April 2016, 05:04

von Markus Glück

FP-Attacke auf Stadtamtsdirektorin. FP-Kube poltert gegen Maria- Andrea Riedler. Diese zeigt sich über dessen Vorgehen verwundert.

Maria-Andrea Riedler wundert sich, dass Aussagen einer nicht öffentlichen Sitzung in die Öffentlichkeit gelangen.  |  NOEN, privat

"Das war eine Verhöhnung der Ausschussmitglieder", zürnt FP-Bürgermeister-Stellvertreter und Personalausschuss-Vorsitzender Erwin Kube gegenüber der NÖN. Grund für seinen Ärger ist ein Satz, den Stadtamtsdirektorin Maria-Andrea Riedler im Zuge der Debatte um das Organigramm getätigt haben soll. „Die Politik hat sich nicht in die Aufgaben der Verwaltung einzumischen“, habe, laut Kube, Riedler im Personalausschuss verlautbart, als Kubes Nachfrage nach der Umsetzung der ersten Säule des Organigramms gekommen ist.

„Eigentlich hätte sie an diesem Tag den ersten Teil des Organigramms präsentieren sollen“, erklärt Kube, der den Ball jetzt an die Stadtamtsdirektorin weiterspielt. Kube: „Ich klinke mich aus! Ich bin von meiner Aufgabe beim Organigramm damit entbunden worden, scheitert es, ist es nicht mehr meine Schuld.“ Gegenüber der NÖN erklärt Kube, an der Sache weiter dran zu bleiben, da er auch die volle Unterstützung des Bürgermeisters in diesem Fall genießt und auch dieser mit der Entwicklung nicht zufrieden sein soll.

Kube will weiter Druck auf Riedler ausüben

„Ich werde weiter nerven und Druck ausüben, bis das Organigramm umgesetzt wird. Im nächsten Ausschuss will ich Ergebnisse sehen“, poltert Kube.

Die Attackierte, immerhin engste Mitarbeiterin des Bürgermeisters, kann sich über das Vorgehen Kubes nur wundern: „Mit Verwunderung musste ich feststellen, dass Details über den Verlauf einer nicht öffentlichen Sitzung des Personalausschusses an die Öffentlichkeit gelangt sind.“

Gegenüber der NÖN betont Riedler, dass die Mitarbeiter des Rathauses schockiert sind, dass Personal- und Organisationsfragen in der Öffentlichkeit ausgetragen werden. „Es ist nicht mein Stil, jemandem über die Medien etwas auszurichten. Was zu besprechen ist, werde ich in persönlichen Gesprächen klären“, so die Stadtamtsdirektorin.