Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:02

von Veronika Löwenstein

FP ortet „Umvolkung“. Info-Abend / Stadt will Fragen der Bürger beantworten. FPÖ wettert gegen Flüchtlingspolitik und fürchtet um „christliches Abendland“. KORNEUBURG / Am 28. Oktober lädt die Stadtgemeinde zum Informationsabend, Thema „Asylwerber in Korneuburg“.

Pirgmayer (FPÖ) sorgt sich um das christliche Abendland. Fuchs-Moser (ÖVP) fordert Respekt für alle Menschen.  |  NOEN, NÖN

Am 28. Oktober lädt die Stadtgemeinde zum Informationsabend, Thema „Asylwerber in Korneuburg“. Vertreter von Innenministerium, Land NÖ, Rotem Kreuz und anderen Hilfsorganisationen werden vor Ort sein.

Rund 100 jugendliche Alleinreisende aus Kriegsgebieten sind in der ehemaligen SDV-Schule untergebracht, wo die schulpflichtigen Jugendlichen von ausgebildeten Pädagoginnen betreut werden. Das Container-Dorf beim SPZ wird derzeit gerade aufgestellt.

Fuchs-Moser: "Man muss über Ängste sprechen"

Kritik kommt von der FPÖ. FP-Gemeinderat Johann Pirgmayer spricht wörtlich von „Umvolkung“, die man sich bald nicht mehr leisten werde können. Er sehe jedenfalls durch die hohe Zahl der Muslime das christliche Abendland in Gefahr. Auch fürchtet er, dass es nicht bei den 250 Asylwerbern bleiben wird, die die Stadt bereit ist aufzunehmen. „Das kommt noch anders, und mit dem Durchgriffsrecht haben wir keine Chance, uns zu wehren.“

„Respekt vor allen Menschen“, fordert dagegen VP-Vize Helene Fuchs-Moser ein. „Ängste sind da“, äußert sie Verständnis, „darum muss man diese ansprechen.“ Nicht vorwerfen lassen will sie sich, dass man die Bevölkerung gefährde. „Wir sind selber die Bevölkerung“, gibt sie zu denken. SP-Vizebürgermeister Thomas Pfaffl unterstützt die ÖVP-Linie: „Es geht um Unterstützung für die, die um ihr Leben fürchten.“ Grüne-Stadträtin Elisabeth Kerschbaum macht sich keine Illusionen, durch die Info-Veranstaltung Ängste zu zerstreuen, „aber man kann Verständnis wecken“.


Info-Termin

„Asylwerber in Korneuburg“ am 28.10. ab 19.30 Uhr im Raiffeisen-Kompetenzzentrum. Alle Fragen, die bei dieser Veranstaltung erläutert werden sollen, richten Sie bitte an buergerservice@korneuburg.gv.a t