Langenzersdorf , Guntramsdorf , St. Andrä-Wördern

Erstellt am 17. Juli 2017, 07:32

von Claudia Stöcklöcker

Asylwerber rangelten mit Exekutivbeamten. Alle Hände voll zu tun hatten Polizisten mit zwei Afghanen. Senat verhängte teilbedingte Strafen. 16-Jähriger wurde eingewiesen.

Symbolbild  |  Rainer Fuhrmann

Zu einer teilbedingten Strafe von 18 Monaten, sechs Monate davon Gefängnis, wurde ein Afghane (18) wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung verurteilt, vier Monate hinter Gittern und Einweisung in eine Anstalt für Entwöhnungsbedürftige - ein Gutachter attestierte pathologisches Trinkverhalten - verhängte ein Schöffensenat über einen 16-Jährigen aus Afghanistan.

18-Jähriger demolierte im Suff Autospiegel

In der Flüchtlingsunterkunft in St. Andrä-Wördern rangelten die Burschen mit Polizisten. „Der eine hat getobt, der andere hat sich zwischen ihn und uns gedrängt“, sagte ein Exekutivbeamter im Prozess. Zwei Beamte wurden verletzt.

Wegen Verstoß gegen die Hausregel rückten Beamte in der Unterkunft in Langenzersdorf an. „Von Minute zu Minute wurde der 18-Jährige dort aggressiver“, erzählte ein anderer Polizist dem Richter. Einen Dienstwagen der Beamten beschädigte der Jugendliche.

Als Vandale übte sich der 18-Jährige mit anderen Asylwerbern in Guntramsdorf. Im Suff demolierte er Autospiegel. Als Anrainer ihn zur Rede stellten, eskalierte die Situation. „Einer hat mich niedergerissen, zwei sind auf mich drauf, andere haben alles mitgefilmt. Es war irre“, berichtet ein Zeuge. „Ich habe so einen Ausbruch an Gewalt noch nie erlebt, habe einen Schlag auf die Nase bekommen“, erzählt dessen Ehefrau. „Da wurde herumgeschrien, hergetreten, Kollegen sind am Boden gelegen“, so ein Polizist.