Gerasdorf bei Wien

Erstellt am 02. Dezember 2016, 07:37

Aushubdeponie wackelt. Die Gemeinde hat im September Beschwerde eingereicht. Nun meldet sie einen Zwischenerfolg: „Es gibt keinen positiven Bescheid für die Hügelaushubdeponie.“

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Wie die NÖN berichtete, wurde für die geplante Hügeldeponie ein positiver Bescheid erlassen. Ein 27 Meter großer Hügelgigant hätte an der Seyringer Straße/Ecke Weinbergstraße entstehen sollen.

Bis 16. September lief eine Frist zur Einbringung einer Beschwerde, die von der Gemeinde auch rechtzeitig genutzt wurde. Jetzt kam die Wende: „Das Landesverwaltungsgericht hat den Genehmigungs-Bescheid für das Projekt aufgehoben. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber es ist nur ein Zwischenerfolg, weil es durchaus möglich ist, dass das Projekt, dessen Einreichung nun zurückgezogen wurde, in anderer Form neu eingereicht wird“, betont VP-Vizebürgermeister Lukas Mandl und spricht dabei an, dass die Grundstückseigentümer einen erneuten Versuch starten könnten.

83 Prozent der Bürger gegen das Projekt

Auch SP-Bürgermeister Alexander Vojta steht die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: „Für die Stadtgemeinde heißt es, dass es ein Erfolg ist, denn die Gemeindebürger haben sich bereits in der Vergangenheit mit 83 Prozent gegen das Projekt ausgesprochen“, spricht Vojta das Bürger-Votum von 2015 an.

Die Stadtgemeinde möchte nun handeln. „Wir dürfen jetzt keine Zeit verlieren, menschlich und professionell mit den Grundeigentümern andere Optionen für die Nachnutzung auszuloten. Der Ball liegt zu einem guten Teil jetzt auch bei der Stadtgemeinde“, so Mandl.

Auch Vojta spricht sich klar für einen anderen Standort aus: „Ich würde mich freuen, wenn die beteiligten Firmen ernsthafte Überlegungen für einen anderen Standort außerhalb der Gemeinde Gerasdorf in Betracht ziehen.“ Die geplante Hügeldeponie für Bodenaushub hat eine Laufzeit von mindestens 30 Jahren. „Durch die ungünstige Lage muss für jede Fahrt zwischen der Deponie und anderen Gemeinden mindestens ein Gerasdorfer Ortsteil durchfahren werden“, kritisiert Umwelt-Gemeinderat Christian Koza.