Erstellt am 05. November 2015, 05:02

von Dieter Rathauscher

Großmugl bald Weltkulturerbe?. Astronomen und Archäologen machten sich von den Gegebenheiten ein Bild.

 |  NOEN, Stefan Lefnaer/Wikimedia

Der langwierige Prozess, um "Großmugl an der Milchstraße"  zum Weltkulturerbe der UNESCO zu machen, tritt in eine entscheidende Phase. Eine Gruppe von wissenschaftlichen Gutachtern, bestehend aus Astronomen und Archäologen, sollen ein Gutachten erarbeiten, mit Kriterien, die für eine Aufnahme in die Welterbeliste zu erfüllen sind.

Günther Wuchterl, Leiter der Kuffner Sternwarte, hat sich dieses Projekt zu eigen gemacht. Nach ersten Kontakten mit den Begutachtern solcher Anträge hat er die Stoßrichtung auf eine breitere Basis gestellt. Ihm wurde nahe gelegt, nicht nur die Tatsache der geringen Lichtverschmutzung in Großmugl, sondern auch die archäologischen Gegebenheiten (Grabhügel und Kreisgrabenanlagen) zu berücksichtigen.

Stichwort: „Eine prähistorische Stätte in authentischem Nachtlicht, fast ohne Lichtverschmutzung“. Dazu fand im Naturhistorischen Museum ein Workshop statt. Zuvor konnten sich die Teilnehmer bereits am Sonntag vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten machen. Einer der teilnehmenden Experten war der britische Archäo-Astronom Clive Ruggles, Leiter einer Astronomie- und Welterbe-Initiative von UNESCO und der Internationalen Astronomischen Union.

Fundierte Vorarbeiten wurden gelobt

Von österreichischer Seite waren Vertreter von Gemeinde, Land und Bund und der Wissenschaft präsent. Die Reaktionen der internationalen Teilnehmer waren durchwegs sehr positiv, vor allem die fundierten Untersuchungen und Vorarbeiten wurden gelobt.

Sofern sich alle Beteiligten tatsächlich für einen Antrag an die UNESCO entscheiden, wäre es das Ziel Wuchterls, diese Aufnahme ins Weltkulturerbe mit der Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union in Wien 2018 zu verknüpfen.