Großmugl

Erstellt am 05. Juli 2017, 04:00

von Dieter Rathauscher

Party-Bus beschädigt: Suche nach den Vandalen. Auf der Linie 3 des beliebten Party-Busses kam es an zwei aufeinander folgenden Wochenenden zu Vandalismus. Deshalb wurden nun zwei Fahrten abgesagt.

Der Leiter der Linie drei, Lukas Steiner, ist sehr enttäuscht.  |  NÖN

Die Linie 3 des Jugend-Shuttlebusses führt die jugendlichen Partygäste aus den Gemeinden Großmugl, Nieder-hollabrunn und Leitzersdorf zu den heißesten Partys im Bezirk. Die Idee ist bestechend und hat sich schon vielfach bewährt. Damit soll vor allem vermieden werden, dass die Jugendlichen mit ihren eigenen Autos zu den Festen fahren.

Sitze zerstört

Nach einem Vandalenakt im Vorjahr kam es leider auch heuer wieder zu zwei Zwischenfällen. Am 17. Juni wurden bei der Rückfahrt von Simonsfeld Fußstützen und Aufbewahrungsnetze an den Sitzen mutwillig zerstört. Da der Schaden erst am nächsten Tag bei der Reinigung des Busses bemerkt wurde, sind der oder die Täter bis jetzt noch unbekannt.

„Diese Ereignisse sind absolut unentschuldbar und wir werden die Übeltäter rigoros verfolgen.“Hermann Haller, Abgeordneter zum NÖ Landtag (ÖVP)

Bei der Rückfahrt von Merkersdorf am 24. Juni kam es zu einer Rauferei, bei der die Windschutzscheibe des Busses zu Bruch ging. In diesem Fall wurde die Polizei zu Hilfe gerufen und daher sind die Personalien der Beteiligten bekannt, noch nicht aber der genaue Hergang und die Schuldfrage bezüglich der kaputten Scheibe.

Laut Vertrag sind die Gemeinden gegenüber dem Busunternehmer zum Schadenersatz verpflichtet, aber natürlich versuchen diese, sich bei den Randalierern schadlos zu halten.

Als erste Reaktion wurden bereits zwei der geplanten Fahrten annulliert, es sei denn, die Schuldigen melden sich rechtzeitig und sind bereit, den Schaden zu begleichen. Dabei handelt es sich um „Chaos AD 2017“ am 8. Juli in Großmugl und „The MAZE 2017“ am 15. Juli in Harmannsdorf.

Steiner: "Alle kommen zum Handkuss"

Lukas Steiner, Leiter der Linie 3, ist sehr enttäuscht: „Wegen ein paar Unbelehrbaren kommen alle anderen zum Handkuss, das ist unfair. Wir überlegen jetzt, für den ersten Schaden in der Höhe von etwa 300 Euro durch eine Sammlung bei den Jugendlichen selbst aufzukommen, beim zweiten Schaden, der Windschutzscheibe, wird der Schuldige ja hoffentlich von der Polizei ermittelt.“

VP-Landtagsabgeordeter Hermann Haller, der das Projekt Shuttlebus als sein Kind betrachtet, ist empört: „Diese Ereignisse sind absolut unentschuldbar und wir werden die Übeltäter rigoros verfolgen. Es kann nicht sein, dass diese Idee, die wirklich gut funktioniert, von ein paar Nutzern zunichtegemacht wird.“

Auch Großmugls VP-Vizebürgermeister Johannes Weinhappl hat seinen Frust auf Facebook ausgelassen: „Schade um den Grundgedanken, die Jugendlichen unfallfrei zu den Festen zu bringen. Leider müssen viele Unschuldige die Folgen von Vandalismus ausbaden. Abhilfe wäre noch immer, wenn sich die Täter melden würden.“