Erstellt am 24. August 2016, 08:29

von Michaela Höberth

B6-Beschränkungen: Tempo als Argument. 30er-Beschränkung und Lkw-Fahrverbot sollen den Verkehrslärm lindern. VP steht Forderungen skeptisch gegenüber.

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Mit einem Dringlichkeitsantrag heizten die Grünen erneut eine Debatte um die B6 an: Da die Verkehrsentlastung durch die geplante Umfahrung noch „in weiter Ferne liegt“, fordern sie mit einer 30er-Beschränkung im gesamten Ortsgebiet und einem Lkw-Fahrverbot – mit Ausnahme von Zubringerdiensten – eine Verbesserung der Situation.

„Wir haben diese Vorschläge schon öfter eingebracht, sie wurden aber nicht wahrgenommen“, so Adler. In dem Papier wird mit einer Studie des Verkehrsclubs Österreich argumentiert, die klare Zahlen vorlegt: „Die Schallemission des Autoverkehrs wird ab 50 Kilometer pro Stunde, bei vielen Kraftfahrzeugen schon bei geringeren Geschwindigkeiten, vom Reifen-Fahrbahn-Geräusch bestimmt. (...) Eine Verringerung der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten um 20 Kilometer pro Stunde mindert den Dauerschallpegel um vier Dezibel“, so die Erkenntnisse der Experten.

„Die B6 ist eine Landesstraße. Ich glaube nicht, dass eine Beschränkung hier durchführbar ist.“

Magdalena Batoha, VP-Bürgermeisterin

Auch das Umweltbundesamt belegt, dass Tempo 30 nicht nur für weniger Lärm, sondern auch für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgt. „Weitere Vorteile sind gleichmäßige, störungsfreie Verkehrsflüsse und daher geringere Emissionen“, so die Grünen.

Der Antrag wurde an den zuständigen Ausschuss verwiesen. VP-Bürgermeisterin Magdalena Batoha kann den Forderungen aber nichts abgewinnen: „Die B6 ist eine Landesstraße. Ich glaube nicht, dass eine Beschränkung hier durchführbar ist“, so die Ortschefin. Und ein Lkw-Fahrverbot, das Zubringerdienste zulasse, sei ein Widerspruch in sich: „Lkw-Verkehr ist immer auch Zubringerverkehr.“

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