Erstellt am 05. Mai 2016, 05:04

von Dieter Rathauscher

Hochwasserschutz ist auf Schiene. Mit einem Spatenstich wurde Beginn der Arbeiten am Rückhaltebecken gefeiert.

Bei warmem Frühlingswetter konnte der Spatenstich für das Rückhaltebecken Steinabrunner Graben von Norbert Knopf (Wasserbau NÖ), Bürgermeister Karl Lehner, Bezirkshauptmann Waltraud Müllner-Toifl, Landesrat Stephan Pernkopf, Werner Rubey und Johannes Weinhappl durchgeführt werden.  |  NOEN, Dieter Rathauscher

Mit zwei Feiern wurden unterschiedliche Konzepte des Hochwasserschutzes vorgestellt. In Geitzendorf gab es genug Flächen der Gemeinde, um mit dem Konzept der Renaturierung eines Baches einen natürlichen Hochwasserschutz zu installieren.

"Naherholungsgebiet für Bewohner geschaffen"

Werner Rubey von der Abteilung Wasserbau NÖ erklärte das so: „Man muss dem Wasser dort, wo das geht, Raum zum Überfluten zur Verfügung stellen. Das ging hier im Ringendorfer Graben sehr gut. Außerdem wurde damit ein neues Naherholungsgebiet für Bewohner geschaffen.“

Dort wo solche Flächen nicht zur Verfügung stehen, muss man mit künstlichen Rückhaltemaßnahmen Hochwasser kontrolliert abfließen lassen. Das ist beim Steinabrunner Graben der Fall, wo ein Auslaufbauwerk mit automatischer Schwimmerregelung dafür sorgen wird, dass nie zu viel Wasser auf einmal abfließen kann. Landesrat Stephan Pernkopf kam zu beiden Anlässen und konnte auf die bedeutenden Investitionen des Landes zum Hochwasserschutz verweisen.

Da in Geitzendorf die umliegenden Landwirte mit der Verbringung des Aushubs auf ihre Felder einverstanden waren, konnten wesentliche Kosten für dessen Entsorgung eingespart werden. Die Gesamtkosten von 373.000 Euro werden zu 60 Prozent vom Bund, zu 30 Prozent vom Land und der Rest vom Wasserverband Göllersbach getragen. Beim Ringendorfer Graben sorgte die Feuerwehr für das leibliche Wohl der vielen Gäste.