Erstellt am 15. Juni 2016, 05:00

von Veronika Löwenstein

Hügeldeponie: Stadt will durch alle Instanzen gehen. Eine Entscheidung der Behörden steht noch aus. Gerasdorf rüstet sich aber bereits.

So würde die geplante Hügeldeponie mit 45 Metern Höhe aussehen, sollte sie tatsächlich aufgeschüttet werden.  |  NOEN, Zvg

Parteiübergreifend kämpft die Stadt gegen das eingereichte Projekt „Hügeldeponie“. Zwei Unternehmer wollen in den nächsten 20 Jahren die bestehende Schottergrube mit Erdaushubmaterial verfüllen und zu einem Hügel auftürmen und begrünen. 83 Prozent der Bürger hatten sich bei einer Befragung im September gegen die Umsetzung ausgesprochen. Der Ball liegt jetzt bei den Landesbehörden in St. Pölten.

83 Prozent der Bürger gegen Umsetzung

Die Höhe des Projekts wurde mittlerweile auf 28 Meter reduziert. Ursprünglich war eine Aufschüttung auf bis zu 45 Meter geplant. Die Befürchtung einer vermehrten Staub- und Verkehrsbelastung bleibt. „Die Bürger lehnen einen Lkw-Verkehr in diesem Maße ab“, gibt VP-Vizebürgermeister Lukas Mandl die Stimmung in der Bevölkerung wieder. Um rechtlich gegen das Projekt vorzugehen, hätte man eine ganze Armada von Experten, betont er.

Nach den Gegengutachten muss die Stadt jetzt den Ausgang der Verhandlungen abwarten. Grüne-Umweltgemeinderat Christian Koza, der das Vorgehen der Gemeinde gegenüber den Behörden koordiniert, ist überzeugt, dass es noch einige Punkte im Projekt gibt, welche die Gerasdorfer Situation nicht berücksichtigen und Nachbesserungen erfordern würden. „Aus Sicht der Gemeinde ist ein solches Projekt zwischen zwei wachsenden Ortsteilen nicht mehr zeitgemäß“, ist Koza im Einklang mit dem Ergebnis der Befragung.

Sollte es von den Behörden einen positiven Bescheid für die „Hügeldeponie“ geben, ist die Stadt gerüstet. „Wir werden berufen und den gesamten Instanzenzug ausschöpfen“, kündigt Mandl an.